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Markkleeberg Zwenkau: "Nach der Wahl ist vor der Wahl"
Region Markkleeberg Zwenkau: "Nach der Wahl ist vor der Wahl"
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14:27 19.05.2015

"Wir sind froh und glücklich über das Ergebnis, auch wenn wir uns noch mehr Sitze und eine höhere Wahlbeteiligung als 51,3 Prozent gewünscht haben", erklärte Penz gestern. Und er betonte, dass der Flyer mit Vorwürfen gegen die CDU, der am Freitag in der Stadt kursierte (die LVZ berichtete), nicht von ihm stamme, er aber auch nicht ausschließen könne, dass er aus "dem Dunstkreis der Freien Wähler" kam. Immerhin haben die Freien Wähler mit 5,9 Prozent kräftig zugelegt, stellen künftig fünf Sitze, einen mehr als bisher und reklamieren für sich den stellvertretenden Bürgermeister.

Einen Sitz eingebüßt hat die CDU, die mit 47,2 Prozent neun Sitze erringen konnte. "Wir sind trotzdem zufrieden mit dem Ergebnis und freuen uns, die gute Arbeit mit unserem Bürgermeister fortsetzen zu können", betonte der Sprecher des CDU-Stadtverbandes Alexander Wagner. Auf die Frage, wie es zum Verlust von 4,3 Prozent kommen konnte, sagte er: "Sicherlich müssen wir in Zukunft mehr darüber reden, an was wir arbeiten und warum."

Er sehe in der Sitzverteilung kein Problem, sagte Rathauschef Holger Schulz (CDU). "Ich freue mich auf eine konstruktive Zusammenarbeit mit dem Stadtrat." Sieben neue Gesichter werden darin vertreten sein, vier davon in der CDU-Fraktion. Neu im Gremium sind zudem Uwe Penz und Thomas Scharf (Freie Wähler) sowie Marco Herrmuth (Linke), der mit seiner Mutter Ursula eine Fraktion bilden wird. Nicht geschafft hat es die FDP. "Es ist natürlich ein enttäuschendes Ergebnis, dennoch wünsche ich allen neuen Stadträten alles Gute", sagte der Löbschützer Heiko Metzlaff. Perspektivisch werde wieder mit ihm zu rechnen sein, fügte er hinzu.

Während Schulz den über 70 Wahlhelfern, allen voran seinen Mitarbeitern, ein dickes Lob für den reibungslosen Wahlablauf aussprach, hatte Penz gestern schon eine klare Richtung: "Nach der Wahl ist vor der Wahl." In vier Wochen wollen die Freien Wähler einen Kandidaten für die Bürgermeisterwahl 2015 vorstellen. Ob der Uwe Penz heißen wird, sei offen, die persönliche und fachliche Eignung entscheide.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 27.05.2014
Ulrike Witt

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