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Markkleeberg Zwenkau: Union kommt in ihrer Hochburg unter die Räder
Region Markkleeberg Zwenkau: Union kommt in ihrer Hochburg unter die Räder
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12:23 26.09.2017
Stimmabgabe am Sonntag in der Grundschule Zwenkau. Quelle: André Kempner
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Zwenkau

Deutliche Verluste musste die CDU selbst in ihrer Hochburg hinnehmen. Die Christdemokraten holten am Sonntag nur 33,1 Prozent der Zweitstimmen, vor vier Jahren waren es noch 48,3 Prozent. Zweitstärkste Kraft wurde die AfD mit 24,2 Prozent. Mit 3,4 Prozent würden die Grünen in Zwenkau nicht mal den Sprung ins Parlament schaffen. Dafür ist die FDP mit 8,3 Prozent erstarkt.

Den besten Stand hat die CDU mit 38,3 Prozent im ländlichen Ortsteil Zitzschen, rund um den Pulvermühlenweg in Zwenkau-Stadt erreichte sie nur 29 Prozent. Die AfD punktete am meisten rund ums Schulzentrum, im Pulvermühlenweg und in Großdalzig, holte selbst im schicken neuen Wohngebiet am Kap noch fast 25 Prozent. Von den insgesamt gültigen 1030 Briefwahlstimmen entfielen indes nur 18,7 Prozent auf die AfD.

Die Linke wurde in Zwenkau drittstärkste Kraft. Erstaunlicherweise holte die Partei in den ländlich geprägten Ortsteilen viele Stimmen, in Großdalzig 15,8 Prozent, in Rüssen-Kleinstorkwitz 15,8 Prozent und in Zitzschen 14,2 Prozent. Es gab mit Löbschütz aber auch einen Ausreißer mit nur 9,8 Prozent. Die SPD schaffte in ganz Zwenkau 11,9 Prozent. Erwartungsgemäß stark waren die Sozialdemokraten mit 15,1 Prozent in der Siedlung am Pulvermühlenweg. Die wenigsten Stimmen bekam die Partei mit 8,4 Prozent in Zitzschen.

Die Grünen haben es auf dem Land nicht einfach. Das war 2013 nicht anders, immerhin diesmal gab es schmale 0,1 Prozentpunkte mehr. Wobei die Stadtbewohner mit 4,9 Prozent rund um die Schulstraße noch die meisten Stimmen verteilten, in Löbschütz fuhren die Grünen mit 0,8 Prozent den schlechtesten Wert ein. Freudige Gesichter derweil bei den Liberalen. Nicht überraschend – am Kap holten sie 10,2 Prozent, in Löbschütz sogar 15,8 Prozent. Die wenigsten Stimmen, 6,9 Prozent, gab es in Zitzschen.

Von Ulrike Witt

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