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Markkleeberg Zwenkau feiert das 22. Laurentiusfest
Region Markkleeberg Zwenkau feiert das 22. Laurentiusfest
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07:00 12.08.2013

Nachdenkliche Töne gab es derweil beim ökumenischen Gottesdienst am Freitagabend in der Laurentiuskirche.

Pfarrer Thomas Schorcht von der katholischen Heilig-Geist-Gemeinde erinnerte an das Schicksal des Stadtpatrons Laurentius. Der Erzdiakon starb 258 den Märtyrertod, weil er das Vermögen der Kirche unters Volk verteilte. Schorcht mahnte die Zwenkauer, "zusammenzuhalten, jeden mit seinen Ecken und Kanten anzunehmen".

Bürgermeister Holger Schulz (CDU) schaute in die jüngere Geschichte. "Vor zwei Monaten haben wir an der Weißen Elster gemeinsam gegen die Flut gekämpft: die Freiwillige Feuerwehr, der Katastrophenschutz, das DRK, die Verwaltung und die Bürger. Am 20. September werden wir mit unseren Elster-Nachbarn eine Dankeschön-Party ausrichten", kündigte er an.

Der erfolgreiche Kampf gegen die Flut sei wie das Laurentiusfest letztlich Ausdruck eines gut funktionierenden gesellschaftlichen Lebens, meinte Schulz. Immerhin 25 von 65 Vereinen waren auch diesmal in die Organisation des Laurentiusfestes eingebunden. "Nicht das Streben nach Superlativen, sondern das nach Kontinuität und Nachhaltigkeit soll Maßstab unseres Handelns sein", so der Rathauschef.

"Auf neues Terrain" begab er sich anschließend im Waldbad: Auf einem Quad stehend eröffnete Schulz am Stand des 1. Neuseenländer Quadvereins das Fest. Bis zum "Angezapft ist" brauchte er nur zwei Schläge. Die Ärzte-Coverband "Kassenpatienten" und "Sunny and the Heatwaves" begleiteten die Zwenkauer dann in eine ganz und gar nicht kühle Partynacht.

Der Samstag begann denn auch verhalten. Erst die 76 lautstark einrollenden Maschinen des Biker-Stammtischs erweckten die Zwenkauer am Nachmittag zu neuem Leben. Indes nicht alle mussten einen Kater vertreiben. "Nach fünf Jahren wurde die Feuerwehr diese Nacht wieder zur Deponie Rüssen gerufen", berichtete der stellvertretende Kreisbrandmeister und Vorsitzende des Feuerwehrvereins Alexander Hecking. Was manchen irritierte: Schulz hatte ausgerechnet am Vorabend an den brandheißen Rüssener Sommer 2008 erinnert.

Fester Bestandteil des Laurentiusfestes ist die Präsentation der neuen Kalender durch den Heimatverein. "Unser Chefdesigner Gunter Arndt hat wieder viel Arbeit reingesteckt und nicht nur Fotos, sondern auch Anekdoten aus Zwenkau, Eythra, Bösdorf und Zitzschen zusammengetragen", erzählte Vorsitzender Thomas Wilken. Erstmals im Angebot war die GPS-gestützte Schatzsuche Geo-Caching. Patricia und Annalena, 11 und 13 Jahre alt, machten sich auf die 1300 Meter lange Runde. Andere stürzten sich auf die neue Wasserhindernisbahn im 50-Meter-Becken, trainierten für den Arschbombenwettbewerb oder stiegen auf der Müllerwiese in den Quadparcours.

Fürs leibliche Wohl sorgten die Vereine, darunter das Löbschützer Auenland. FDP-Stadtrat Heiko Metzlaff zeigte beim Wildschweinspießdrehen Bein und pries den Keiler als Naturprodukt aus der Region. Der Yachtclub punktete derweil mit sommerlichen Cocktails als perfekte Grundlage für die zweite Partynacht im Waldbad.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 12.08.2013

Ulrike Witt

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