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Zwenkau freut sich auf den Harthkanal

Zwenkau freut sich auf den Harthkanal

Für strahlende Gesichter im Zwenkauer Rathaus sorgte gestern die Nachricht, dass Paragraf-4-Mittel für den Bau des Harthkanals zwischen Cospudener und Zwenkauer See frei gegeben werden.

Zwenkau. "Das ist ein ganz wichtiger Schritt für die Entwicklung des Südraumes. Damit wird der Kurs 1 der Gewässerverbindung von Leipzig zum Stadthafen Zwenkau endlich komplett und das größte Wassersportrevier der Region Realität", erklärte Bürgermeister Holger Schulz (CDU). Er danke allen, die sich für den Harthkanal in den letzten Jahren stark gemacht haben.

Wie berichtet, hatte die zuständige Arbeitsgruppe, in der Vertreter der Landkreise Nordsachsen und Leipzig, der Landesdirektion und der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbauverwaltungsgesellschaft (LMBV) sitzen, am Mittwoch über die Verteilung der Paragraf-4-Mittel zur erweiterten Tagebausanierung entschieden. Bislang stand nur fest, dass 24 Millionen Euro im Zeitraum 2013 bis 2017 ins Leipziger Neuseenland fließen, 17 Millionen Euro davon in den Südraum. Offen war die konkrete Aufteilung und wohl einer der kritischsten Punkte die Entscheidung zwischen den touristischen Großprojekten Harthkanal und Wasserschlange. Letztere ist die im Zuge von Kurs 5 geplante Verbindung zwischen Pleiße und Markkleeberger See.

"Ich drücke den Markkleebergern die Daumen, dass irgendwann auch die Wasserschlange gebaut wird. Denn die touristische Entwicklung des Südraumes mit den von uns allen erhofften wirtschaftlichen Effekten ist nur möglich, wenn der Gewässerverbund in Gänze realisiert wird", betonte Schulz.

Laut LMBV-Informationen soll der Harthkanal ab 2015 gebaut und 2018 übergeben werden. Ungeachtet der bislang unklaren Finanzsituation wurden in den letzten Monaten schon Untersuchungen zur Verbesserung des Kippenbodens durchgeführt. Der Harthkanal wird voraussichtlich zehn Millionen Euro kosten. Ein Teil der Summe soll über die Bergbau-Grundsanierung gestemmt werden. Möglich, weil der Harthkanal auch der Wasserregulierung dienen wird.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 31.05.2013

Ulrike Witt

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