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Zwenkau ist auf B 2 nicht ausgeschildert

Zwenkau ist auf B 2 nicht ausgeschildert

Neues Jahr, vorerst kein neues Glück: Wer auf der Bundesstraße 2 unterwegs ist, wird ohne Navi weiterhin nicht so schnell nach Zwenkau und an den gleichnamigen See finden.

Zwenkau. Der Grund: An der Bundesstraße fehlt bislang jeglicher Hinweis auf die Seenstadt, in der Ende 2008 immerhin 8860 Leute zuhause waren. „Als Stadt haben wir ein großes Interesse daran, dass wir auch dort vertreten und entsprechend ausgeschildert sind“, sagte Bürgermeister Holger Schulz (CDU), bereits vor einem Jahr. Denn der Zustand ist unbefriedigend, erst recht vor dem Hintergrund der jüngsten Initiative des Tourismusverbandes Leipziger Neuseenland: Wie berichtet, hat der eben sein Handbuch für ein Informations- und Leitsystem vorgelegt, damit die Kommunen und andere Macher ihre Ausschilderung vereinheitlichen können. Statt Stückwerk – wie an vielen anderen Orten im Neuseenland – ist aber an der B2 in Sachen Zwenkau gar nichts los. Nur auf das kleinere Böhlen (6905 Einwohner) wird hingewiesen. Selbst für die Zentraldeponie Cröbern gibt es Tafeln. Erst in der Ausfahrt steht dann etwas von Zwenkau. Wer ortsfremd ist, rauscht so auf der B2 einfach vorbei. Für diesen Zustand gibt es durchaus gute Gründe. „Im Verzeichnis der Fern- und Nahziele an Bundesstraßen sind für die B2 die Ziele Gera aus Richtung Norden kommend und Leipzig aus Richtung Süden kommend festgelegt“, teilte Rainer Förster, Leiter des Straßenbauamtes Leipzig, mit. Weitere Destinationen könnten durchaus aufgenommen werden, aber nicht unendlich viele, damit die Lage für den Kraftfahrer übersichtlich bleibt. Mit der Größe der Städte habe das alles nichts zu tun. Heißt das also „und tschüss“ für neue Schilder? Nein, langfristig gesehen ist die Lage nicht aussichtslos. „Aufgrund der Komplexität des Sachverhalts ist eine Aufnahme des Zieles Zwenkau im Rahmen der Erneuerung der vorhandenen Wegweiser erst in den nächsten Jahren möglich“, so Förster. Zugleich betonte der Amtsleiter aber, dass „die Stadtverwaltung Zwenkau seinerzeit in die Entscheidungsfindung über die Gestaltung der jetzt vorhandenen Wegweisung einbezogen war und damals keine Einwände geltend machte“. Der heutige Bürgermeister Schulz gibt sich dagegen kämpferisch: „Ich bleibe da dran“, so Holger Schulz.

Ingolf Rosendahl

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Von Redakteur Ingolf Rosendahl

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