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Markkleeberg Zwenkauer Fußballer organisieren "Hilfe für Anke"
Region Markkleeberg Zwenkauer Fußballer organisieren "Hilfe für Anke"
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14:33 19.05.2015
Hilfsbereitschaft: Wie in der Kita "Pirateninsel" beteiligen sich derzeit viele Zwenkauer an der Spendenaktion für Anke Neumann. Quelle: André Kempner

Die 35-Jährige verunglückte Mitte Dezember auf dem Weg zu einem Kinderturnier in Pegau, zog sich schwere Verletzungen an der Halswirbelsäule zu und wird wahrscheinlich nie wieder laufen können.

"Der Unfall hat uns tief erschüttert. Wir möchten Anke und ihrer Familie helfen", sagt Trainer Torsten Woitag. Er kennt die Neumanns schon länger. "Paul ist bei mir in der F-Jugend." Der Neunjährige saß mit einem anderen Kicker und dessen kleinem Bruder hinten im Ford Fiesta, als das Fahrzeug am 15. Dezember in Großstorkwitz von der Straße abkam und sich überschlug. Während die Fahrerin und die drei Jungs nur zur Beobachtung ins Krankenhaus mussten und nach einigen Tagen wieder nach Hause konnten, wurde Beifahrerin Anke Neumann mit schweren Verletzungen an der Halswirbelsäule in die Uniklinik nach Leipzig geflogen.

Ein Schicksalsschlag für die Zwenkauerin, ihre beiden Kinder - Paul hat eine 14 Jahre alte Schwester - und ihren Lebensgefährten, der zu diesem Zeitpunkt noch in Halle gelebt hat. "Über Weihnachten lag Anke im künstlichen Koma, musste beatmet werden", erzählt Woitag. Anfang Januar sei sie dann in eine Spezialklinik nach Kreischa verlegt worden. Inzwischen atme sie zwar wieder selbstständig, könne die eigentliche Rehabilitation beginnen, "aber es steht auch fest, dass sie wahrscheinlich nie wieder laufen, nie wieder ihren Beruf als Verkäuferin ausüben kann. Sie wird immer auf Hilfe angewiesen sein", so Woitag.

Mit seinem Trainerkollegen Henning Selditz überlegte der 38-Jährige nicht lange, schob gleich im Januar die Aktion "Hilfe für Anke" an. "Die Familie muss schon jetzt jeden Cent umdrehen, um die Mama und Partnerin regelmäßig in der Reha in Kreischa besuchen zu können. Dabei muss die Wohnung in Zwenkau demnächst behindertengerecht umgebaut werden. Ohne finanzielle Unterstützung ist das überhaupt nicht möglich", sagt Woitag.

Deshalb stehen in Zwenkauer Kitas, in Vereinsräumen und Geschäften unzählige Sammeldosen mit Ankes Gesicht, werden Kuchenbasare veranstaltet, wird per Facebook und mit einer extra eingerichteten "Hilfe für Anke"-Homepage im Internet um Spenden geworben.

Am vergangenen Wochenende liefen auch die Bambini des VfB beim Stadthallen-Cup mit T-Shirts mit Anke Neumanns Konterfei auf. Selbst die Kleinsten zeigten ihre Solidarität und Verbundenheit mit der Zwenkauer Familie. Und das soll während der gesamten Saison so bleiben, wie die G-Jugendtrainer Michael Kimmel und Robert Campbell versichern.

"Wir erleben zurzeit eine wahnsinnige Unterstützung im Verein. Ich bin ein bisschen stolz, dass die Fußballgemeinschaft und die Zwenkauer in dieser schwierigen Situation so eng zusammenrücken. Dafür herzlichen Dank an alle", sagt Woitag.

@Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.hilfe-fuer-anke.de.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 22.02.2014
Ulrike Witt

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