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Markkleeberg Zwenkauer Hafen kommt der Nutzung wieder ein Stück näher
Region Markkleeberg Zwenkauer Hafen kommt der Nutzung wieder ein Stück näher
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14:51 19.05.2015
Da lachte gestern selbst die Sonne: Mathias Köster (links) und Jack Klose von der Firma Wewira bei der Montage der neuen Bootskrananlage am Zwenkauer Hafen. Quelle: André Kempner

In drei Teilen kam der für zehn Tonnen Traglast ausgelegte Säulenschwenkkran per Schwerlasttransport am Südufer an. Hergestellt wurde die Anlage, mit der künftig Motor- und Segelboote ins und aus dem Wasser bugsiert werden sollen, 500 Kilometer entfernt im nordrhein-westfälischen Radevormwald. Dort hat die Kranbaufirma Wewira Winterhoff GmbH ihren Stammsitz. Betreut wurde die Montage, die am Nachmittag schon abgeschlossen war, von Mario Gräßer von der Leipziger Wewira-Werksvertretung. "Es läuft alles wie am Schnürchen. Am Montag kann unser Junior-Chef als Kransachverständiger die Erstabnahme vornehmen", erklärte er zufrieden.

Von seinem Schreibtisch aus beobachtete Andreas Schmidt, Geschäftsführer der Sächsisches Seebad Zwenkau (SSZ), die Montage: "Bei uns sind alle Weichen gestellt, dass es nächstes Jahr hier losgehen kann." Rund 1,4 Millionen Euro habe die SSZ als Eigentümer und Projektentwickler bereits seit Sommer 2013 in die landseitige Infrastruktur des Technischen Hafens gesteckt. Neben dem Kran, zu dem zwei Waschtassen gehören, so dass die Boote sofort von Algen und Schmutz befreit werden können, sind eine Bootstankstelle, das Hafenmeisterhäuschen, 35 Bootstrockenliegeplätze und 273 PKW-Stellplätze entstanden. "Im November wird dieser Teil der Hafeninfrastruktur offiziell übergeben", kündigte Schmidt an.

Eigentlich sollte dies bereits im Frühjahr geschehen. Als Ende 2013 aber klar war, dass der Zwenkauer See erst 2015 genutzt werden kann, hatte die SSZ die Arbeiten gedrosselt. "Es macht ja keinen Sinn, unnötig Liquidität zu binden", so der Geschäftsführer. Viele Investoren, beispielsweise Kayser Bootsbau, stünden deshalb noch immer in den Startlöchern, warteten wie er, auf ein klares Signal, dass der avisierte Freigabe-Termin 10. Mai 2015 diesmal eingehalten wird. "Ich bin sehr optimistisch. Es gibt auch keine Alternative. Ansonsten würde sich der Standort und die ganze Region unmöglich machen. Das wäre eine Katastrophe", betonte Schmidt. Spätestens im November, ein halbes Jahr vor dem Stichtag, müssten die Rahmenbedingungen feststehen.

Die SSZ will spätestens dann das Investitionspaket für die wasserseitige Hafeninfrastruktur, sprich die Steganlagen für die 210 Wasserliegeplätze schnüren. Außerdem müsse noch die Hafenbetreibergesellschaft gegründet, ein Hafenmeister und weiteres Personal eingestellt werden. "So lange wir keine Bestätigung haben, ist das alles nicht möglich. Das wäre unfair gegenüber den Mitarbeitern und Investoren", so Schmidt.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 18.09.2014
Ulrike Witt

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