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Markkleeberg Zwenkauer Hafenfest ist wieder Besuchermagnet
Region Markkleeberg Zwenkauer Hafenfest ist wieder Besuchermagnet
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23:59 11.05.2014
Attraktionen zu Land und auf dem Wasser: Zum Zwenkauer Hafenfest strömten gestern Tausende Besucher. Quelle: André Kempner

"Das Hafenfest ist für uns eine Pflichtveranstaltung", erklärte Bootsbauer Fritz Kayser. In wenigen Wochen will er am Technischen Hafen seine noch provisorische Werft eröffnen. Gestern stand an gleicher Stelle ein Segler. "Neubau, Wartung, Reparatur - wir bieten alles an, zum Beispiel Familienyachten von 17 bis 30 Fuß, im Grunde das gesamte Spektrum, das auf dem See fahren kann", erläuterte Kayser. Skeptisch zeigte er sich, was die Seefreigabe 2015 betrifft. "Wer den Optimismus verliert, hat verloren und das will ich nicht. Aber glauben kann ich es erst, wenn es so weit ist."

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Ab wann und wie der Zwenkauer See genutzt werden kann, das waren die meist gestellten Fragen, die Karin Franke, Sprecherin des Tagebausanierers LMBV, beantworten sollte. Sie freue sich auf die Übergabe, auch wenn sie dann bereits im Ruhestand sein wird. "Nächstes Jahr hier mitzufeiern, werde ich mir nicht entgehen lassen. Gerade heute macht der See so richtig Lust auf mehr."

So ging es auch Marcel Genzel. "Fürs Kite-Surfen ist der See windtechnisch super. Es zieht einen in Hauptwindrichtung West/Südwest quer rüber und an der schmalsten Stelle gibt es einen richtigen Düseneffekt", schwärmte der 25-Jährige, der bei wake-beach.de am Hainer See sein wassersportliches Zuhause hat.

Pech hatte der Yachtclub Zwenkau. Die am Vormittag angesetzte Kinderregatta musste wegen des heftigen Windes abgebrochen werden. Schon der erste Optimist kenterte, kaum dass die Crew Platz genommen hatte. Indes die 60 Mitglieder des Yachtvereins lassen sich von solchen Wettereskapaden nicht unterkriegen. "Wir rechnen mit steigenden Mitgliederzahlen sobald der See übergeben ist", sagte Cornelia Kühn.

"Es ist spannend mitzuerleben, wie das Wasser steigt und der See zum Leben erwacht", sagte Familie Berger aus Göhrenz. Sie kämen regelmäßig nach Zwenkau und seien auch schon mit der "Santa Barbara" gefahren. Selbst ins Kanu steigen, was gestern erstmals in den Hafenbecken möglich war, wollten sie nicht. "Kann ich aber nur empfehlen, es macht riesigen Spaß und es gibt auch windstille Ecken", so Bürgermeister Holger Schulz (CDU), der es sich nicht nehmen ließ, mit SSZ-Geschäftsführer und Gastgeber des Hafenfestes, Andreas Schmidt, die erste Runde zu paddeln.

Oliver Schulze vom Kanuverleih am Rennbahnsteig präsentierte zwei Kanus. "Wir sind mit der SSZ im Gespräch. Das Südufer ist als Endpunkt vom Kurs 1 des Gewässerverbundes für uns natürlich interessant", betonte Schulze. Dass die Zwenkauer Motorbooten gegenüber offen sind, sieht er entspannt. "Ich halte es mit der Charta Neuseenland. Darin heißt es, jedem See sein Gesicht und warum sollen nicht auf einem von zehn oder zwölf Seen im Neuseenland Motorboote freie Fahrt haben", meinte er.

Auf Kundensuche war auch Maik Urbanek von ASBikes. "Wir wollen mit Hoteliers und anderen Vermietern zusammenarbeiten und Fahrräder, insbesondere E-Bikes und Familienräder mit Kinderanhänger anbieten." Raum für Investorengespräche bot gestern auch die SSZ-Lounge, wo Projektmanager Benedikt Kahlstadt bereit stand: "Wir sind absolut zufrieden mit der Resonanz des Hafenfestes. Bis zum Abend rechnen wir mit bis zu 10 000 Besuchern."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 12.05.2014

Ulrike Witt

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