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Zwenkauer Hobbyarchäologe erhält den Erich-Glowatzky-Preis

Zwenkauer Hobbyarchäologe erhält den Erich-Glowatzky-Preis

 


Dresden/Markranstädt/Zwenkau. Am Dienstag wurden in Dresden die diesjährigen Träger des Erich-Glowatzky-Preises geehrt.

Die Auszeichnung wird für herausragende Leistungen auf sozialem und gesellschaftlich-kulturellem Gebiet vergeben. Den mit 2000 Euro dotierten zweiten Preis erhielt der aus Zwenkau stammende André Gerdts. Seit rund vier Jahren ist er im Dienste der Archäologie unterwegs. Per Metalldetektor und GPS-Gerät sucht er die Felder zwischen Markranstädt und Pegau ab. „Jetzt nach der Schneeschmelze bin ich fast jedes Wochenende unterwegs“, erzählt der 23-Jährige, der seine Brötchen als pharmazeutisch-technischer Assistent verdient. Gerdts betont, dass seine Arbeit mit einer klassischen Ausgrabung nichts zu tun hat. „Ich gehe nur maximal zehn Zentimeter tief.“ Auf diese Weise könne er Dinge entdecken, die der Pflug ans Licht gebracht hat. Jedes Fundstück werde per Satelliten-Navigation registriert, auf diese Weise entstehen exakte Dokumentationen, beispielsweise von einstigen Siedlungsräumen. In den vergangenen Jahren gingen dem jungen Mann bereits einige durchaus spektakuläre Funde ins Netz. „Ich konnte drei keltische Münzen aus der Zeit um 100 vor Christus finden. Ich war der Erste, der sie in unserer Region entdeckt hat.“ Ein richtiger Schatz seien die jedoch nicht, denn in den eigentlichen keltischen Siedlungsgebieten kämen sie häufiger vor. „Nur eben in Sachsen nicht, denn hier wohnten die Germanen“, so Gerdts, der seit einiger Zeit in Kötzschau lebt. Die Germanen hätten jedoch kein eigenes Geld gehabt. Entdeckt hat er darüber hinaus auch bronzene Gewandnadeln und natürlich Scherben ohne Ende. Letztere seien sehr häufig zu finden, Gerdts nimmt deshalb nur besonders markante Randstücke mit, die sich leichter zeitlich einordnen lassen. Die Funde und die Messdaten liefert er etwa alle sechs Wochen an das Sächsische Landesamt für Archäologie ab. Dort wird alles wissenschaftlich bearbeitet. Das Landesamt stellt ihm auch die für die Feldbegehungen nötige Technik zur Verfügung. Für Gerdts soll die Vorgeschichte auch künftig nur ein Hobby bleiben – er plant vielmehr ein Studium in Richtung Biochemie.

Bert Endruszeit

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