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Markkleeberg Zwenkauer Sanikids sind für den Notfall gerüstet
Region Markkleeberg Zwenkauer Sanikids sind für den Notfall gerüstet
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00:18 13.05.2017
Erste Hilfe am Teddybär: Nathalie, Paul, Yannik, Edeltraud Müller-Haase, Laura, Lilo, Jayson und Leonie (von links) beim Kurs in der Kita Pulvermühle. Quelle: André Kempner
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Zwenkau

In der DRK-Kita Pulvermühle in Zwenkau gehört der Erste-Hilfe-Kurs seit vier Jahren zur Grundausstattung für Schulanfänger. Gestern haben wieder 22 Mädchen und Jungen erfolgreich ihre Sanikids-Prüfung abgelegt.

„Welche Nummer müsst Ihr bei einem Unfall anrufen?“, fragt Edeltraud Müller-Haase in die muntere Runde. Sofort schnipsen die Finger hoch. „Eins-eins-zwei“ rufen die Sechsjährigen. Zwölf Wochen lang haben die Kinder das Einmaleins der Ersten Hilfe gelernt, sich mit ihrer Erzieherin spielerisch an das so wichtige Thema herangetastet.

„Inzwischen wissen sie mehr als mancher Erwachsene“, sagt Ines Parthier, Sprecherin des DRK-Kreisverbandes Leipzig-Land. Denn bei vielen liege der letzte Erste-Hilfe-Kurs Jahre, wenn nicht gar Jahrzehnte zurück. Im Notfall könne die Unsicherheit wertvolle Minuten oder – noch schlimmer – auch Leben kosten.

„Was ist wichtig am Telefon?“, hakt Müller-Haase sogleich nach. Für die Sanikids kein Problem. Wie aus der Pistole geschossen kommen die W-Fragen: „Was ist passiert, wo ist es passiert, wer ist beteiligt und wie viele sind betroffen?“ Gelernt haben sie auch, dass sie warten müssen, ob es noch Rückfragen gibt. „Auf keinen Fall dürft Ihr einfach wegrennen“, hat ihnen Müller-Haase eingeschärft.

Die Erzieherin ist seit vielen Jahren ehrenamtlich als Mitglied im DRK-Ortsverein „Albert Schweitzer“ aktiv. Sie kann den Stoff kindgerecht vermitteln, erinnert die Kinder an Alltagssituationen, wo auch sie schon einmal Hilfe gebraucht haben: an den Sturz mit dem Fahrrad und das aufgeschürfte Knie, an den Ball am Kopf und den blauen Fleck danach.

„Wo darf das Pflaster nicht angefasst werden?“, will sie bei der Prüfung gestern Vormittag wissen. Auch das ist klar: Auf keinen Fall im sterilen Bereich, der auf die offene Wunde kommt. Schwieriger sei das Thema Gefühle, weiß Müller-Haase. Ärger, Wut, Angst und Scham – alles könne einen Unfall begleiten. Anders als viele Erwachsene reden die Kinder darüber, berichten vom letzten Sturz.

„Der Kurs vermittelt erste Grundlagen, die später im Schulsanitätsdienst im Rahmen der Ganztagsangebote an der Grundschule Zwenkau ausgebaut werden können“, erklärt Parthier. Mitarbeiter des DRK übernehmen den Unterricht.

Nach der Prüfung präsentierten die Sanikids gestern stolz ihre Urkunden. Beim Eis verrieten einige Mädchen dann, dass sie mal Ärztin werden möchten. Für die Jungs ist das nix: Die wollen als Profi-Fußballer Tore bei RB Leipzig oder Real Madrid schießen. Aber auch dort gibt es ja mal aufgeschlagene Knie.

Von Ulrike Witt

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