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Markkleeberg Zwenkauer See: Eythra-Stein soll Erinnerung wachhalten
Region Markkleeberg Zwenkauer See: Eythra-Stein soll Erinnerung wachhalten
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13:58 19.05.2015
Erinnerung: An den vom Tagebau weggebaggerten Ort Eythra gedenkt nun dieser Stein. Quelle: André Kempner

Am Ende der historischen Lindenallee, die einst zum Eythraer Schloss führte, mit Blick auf den Zwenkauer See erinnert dieser an das Anfang der Achtzigerjahre dem Tagebau Zwenkau geopferte Dorf.

"Wir möchten das Andenken an Eythra wahren. Der Ort war für Generationen eine Heimat, ein Zuhause", erklärte Vereinsvorsitzende Bärbel Fraunholz. Der Stein aus dem Tagebau Schleenhain sei von einem eiszeitlichen Gletscher im Norden entwurzelt und auf seinem langen Weg geformt wurden. "Und doch erkennen wir noch immer seine Herkunft", betonte sie. So sei es im übertragenen Sinne auch mit den Eythraern. "Sie mussten ihre Häuser verlassen, können nicht mehr die einst vertrauten Wege gehen und doch bleiben sie und ihre Nachkommen Eythraer und sind darauf stolz", sagte Fraunholz.

Der Findling, direkt am Seerundweg zwischen Kap Zwenkau und Zitzschen gelegen, soll nicht nur die Eythraer, von denen einige in Zwenkau, andere in Leipzig und umliegenden Gemeinden eine neue Heimat gefunden haben, Erinnerung sein, sondern auch die stetig steigende Touristenschar am Zwenkauer See zum Innehalten einladen. Fraunholz würdigte den inzwischen verstorbenen Heimatfreund und ehemaligen Bergmann Joachim Thürer, der vor drei Jahren den Anstoß für den Eythra-Stein gegeben und die ersten Kontakte zur Mitteldeutschen Braunkohlengesellschaft (Mibrag) geknüpft hatte.

Aufgestellt wurde der Stein schon im Mai. Seither sei dank der Unterstützung vieler ein attraktives Ensemble mit zwei Bänken und Informationstafeln entstanden, lobte Fraunholz. Sie dankte Bauamtsleiterin Steffi Gebauer für die Koordination, der Mibrag und der Dow Olefinverbund für die finanzielle Hilfe, der Steinmetzfirma Bley und den Gartenbauern der Firma Jope für die Gestaltung von Stein und Umfeld und dem Bauhofteam um Frank Teschner, das es für Ordnung sorgt. "Steine sind Anfang, Ende und Weg. Sie erinnern an Vergangenes und weisen den Weg in die Zukunft", so die Vorsitzende des Heimatvereins.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 21.10.2014
Ulrike Witt

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