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Zwenkauer See soll mit Freigabe für alle Bootstypen nutzbar sein

Zwenkauer See soll mit Freigabe für alle Bootstypen nutzbar sein

Bürgermeister Holger Schulz (CDU) hat ein klares Ziel: "Bis zur Freigabe des Zwenkauer Sees im Mai 2015 müssen die Verfahren zur Erklärung des Gemeingebrauchs und der Schiffbarkeit zum Abschluss gebracht werden.

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Das Wasser im Sporthafen Zwenkau steigt Monat für Monat. Nächstes Jahr sollen hier schon 200 Boote liegen.

Quelle: André Kempner

Zwenkau. " Gewerbliche Investoren, Häuslebauer und Wassersportler drängten darauf, das mit 970 Hektar größte Gewässer im Leipziger Südraum endlich nutzen zu können.

"Bei dem hohen Druck kann es nicht sein, dass der Landkreis Leipzig als Untere Wasserbehörde für jedes Boot einzeln Sondergenehmigungen nach Paragraf 5 Sächsisches Wassergesetz ausstellt", meint Schulz. Wie berichtet, haben sich die Zwenkauer mit ihrem im Mai vorgestellten Nutzungskonzept, anders als andere Kommunen im Neuseenland, auch für Motorbootbetrieb mit Verbrennungsmotoren entschieden.

Dass die Sanierung des ehemaligen Tagebaus Zwenkau mittlerweile weit fortgeschritten ist, freut Schulz. "Der See entwickelt sich wirklich toll. Dass er als letzter fertig wird, hat manchmal auch sein Gutes, wir können von den anderen lernen", sagt er mit einem zufriedenen Schmunzeln. Der Wasserstand des Zwenkauer Sees liege aktuell bei 111,45 Metern über Normalhöhennull, berichtet er, werde Ende des Jahres 112 Meter und im Mai nächsten Jahres die für die Bewirtschaftung magische Grenze von 113,1 Meter erreichen. Planmäßig laufe auch die Verwahrung der zahlreichen ufernahen Filterbrunnen (die LVZ berichtete).

"Wenn die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbauverwaltungsgesellschaft jetzt noch zeitnah mit der Rodung der im Wasser stehenden Bäume beginnt, dürfte der Freigabe nichts mehr entgegenstehen", sagt Schulz. Aber er weiß auch: "Die LMBV ist Bergbausanierer und nicht der Vorbereiter der Schiffbarkeit. Sie dürfte allerdings schon allein wegen des enormen Aufwandes für Stellungnahmen kein Interesse haben, dass die Nutzung erst mal über Einzelgenehmigungen geregelt wird."

Das Unternehmen werde die notwendigen Informationen liefern, wo es bis zur Fertigstellung, das heißt dem Erreichen des Endwasserstandes von 113,5 Meter, welche Einschränkungen geben muss. "Wir werden mit Sicherheit Sperrbereiche ausweisen. Die Freigabe bedeutet nicht die Entlassung aus dem Bergrecht", stellt der Rathauschef klar.

Geklärt wissen möchte Schulz auch Fragen der Zuständigkeit und Sicherheit. "Dem Zwenkauer See wird als Hochwasserspeicher über die Region Leipzig hinaus eine besondere Bedeutung zukommen. Es zeichnet sich ab, dass er als Gewässer erster Ordnung von der Landestalsperrenverwaltung bewirtschaftet wird." Entsprechende Gespräche mit der Landesdirektion, der Steuerungsgruppe Leipziger Neuseenland, dem Landkreis Leipzig, der LMBV, der LTV und der Stadt liefen bereits. "Die Aufgaben müssen so schnell wie möglich klar definiert werden", sagt der Bürgermeister. Davon hingen viele Folgeentscheidungen, bis hin zur Größe des Rettungsbootes für die Freiwillige Feuerwehr Zwenkau, ab.

Die Frage, ob das Ziel Mai 2015 wirklich realistisch ist, beantwortet Schulz ohne zu zögern mit Ja. "Ich bin überzeugt, dass allen Beteiligten die Tragweite bewusst ist", fügt er hinzu. LMBV-Sprecherin Karin Franke bestätigt dies, spricht von einem gemeinsamen Ziel und versichert: "Die Flutung läuft planmäßig. Im September beginnen wir mit der Rodung der Bäume. Alle Vorbereitungen laufen auf Hochtouren."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 07.08.2014
Ulrike Witt

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