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Markkleeberg Zwenkauer Stadtrat stimmt für Kauf eines neuen Löschzuges
Region Markkleeberg Zwenkauer Stadtrat stimmt für Kauf eines neuen Löschzuges
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20:01 25.10.2009
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Zwenkau

ür Ihre weise Entscheidung.“ So lautete der knappe Kommentar von Bürgermeister Holger Schulz (CDU) nach dem Votum der 15 anwesenden Abgeordneten. Dabei machten die es sich wahrlich nicht einfach, wogen Für und Wider ab. „Ist so eine hohe technische Ausstattung überhaupt notwendig?“, wollte beispielsweise Bernd Heerklotz von der CDU-Fraktion wissen. Schließlich gehe es um eine außergewöhnlich hohe Summe. Andere, wie Harald Redepenning (SPD), sahen vor allem die einmalige Chance: „Wir können froh sein, dass diese Investition in die Sicherheit unserer Bürger überhaupt möglich ist.“

Vorab hatte Stadtwehrleiter Alexander Hecking noch einmal um die Stimmen der Stadträte geworben. „Mit diesem Fahrzeug können wir fast jede Situation in erster Instanz meistern, ob Hilfeleistungen auf der A 38, der B 2 oder der B 186, Wohnungsbrände, Einsätze mit Chemikalien oder die Rettung aus Höhen und Tiefen“, erläuterte er. Bei der Aufzählung der Parameter des HLF 20/16 geriet Hecking regelrecht ins Schwärmen: Wassertank mit 1600 bis 2400 Litern Kapazität, Turbotauchpumpe, Wasserstaubsauger, Winde, Rettungsplattform und ein Besatzungsschlüssel von 1/8. Kurz: Ein Alleskönner, der aufwändige Personalzuführungen und Wasserbeschaffung vor Ort künftig im Regelfall nicht notwendig macht. „Unser einsatztaktischer Wert steigt auf 100 Prozent“, betonte der Stadtwehrleiter mehrfach.

Nach dem positiven Votum stand ihm denn auch das Glück förmlich ins Gesicht geschrieben. Schon seit Jahren hatten Hecking und seine Kameraden im Rathaus immer wieder einen Ersatz des W 50 aus dem Jahr 1972 angemahnt. Zuletzt vor einem Jahr. Damals war das Konjunkturpaket schon Gesprächsthema in Berlin, konkrete Möglichkeiten in den Kommunen aber noch nicht bekannt.

Im März stellte Verwaltungschef Schulz schließlich den Antrag auf Konjunkturpaket-II-Mittel, Bereich Infrastruktur. Zwei Monate vergingen, dann flatterte der Zuwendungsbescheid über 336 000 Euro, das entspricht 80 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben, ins Rathaus. Danach kam es allerdings zu Verzögerungen: Die erste Ausschreibung musste aufgrund von Formfehlern aufgehoben werden, eine zweite folgte.

„Laut Vorgaben soll der Löschzug bis Ende 2010 bei uns sein. Vielleicht klappt es aber auch schon eher“, sagte Hecking. Hoffnung mache er sich aber wenig. „Das Konjunkturpaket haben viele Städte für ihre Feuerwehren genutzt. Die wenigen Hersteller kommen mit der Produktion kaum nach“, weiß er genau. Auf jeden Fall freue er sich nun auf das erste Gespräch beim Hersteller Rosenbauer in Luckenwalde.

Ulrike Witt

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