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Zwenkauer müssen für Abwasser mehr zahlen

Stadtrat Zwenkauer müssen für Abwasser mehr zahlen

Die turnusmäßige Sitzung des Zwenkauer Stadtrats am 18. Januar wurde wegen des Orkans Friederike abgesagt. Bei weitem nicht so stürmisch verlief der Nachholtermin am Dienstag, obwohl die neue Abwassersatzung als auch das künftige Wohngebiet Harthweide im Vorfeld für hohe Wogen gesorgt hatten.

An der Südwestseite des Zwenkauer Sees soll das neue Wohngebiet Harthweide entstehen.

Quelle: Kempner

Zwenkau. Die turnusmäßige Sitzung des Zwenkauer Stadtrats am 18. Januar wurde wegen des Orkans Friederike abgesagt. Bei weitem nicht so stürmisch verlief der Nachholtermin am Dienstag, obwohl die neue Abwassersatzung als auch das künftige Wohngebiet Harthweide im Vorfeld für hohe Wogen gesorgt hatten.

Harte Diskussionen gingen der neuen Abwassersatzung und der Vorauskalkulation der Gebühren für die öffentliche Einrichtung der Abwasserentsorgung voran. Für die Jahre 2007 bis 2016 wurde ein Fehlbetrag von 455 989 Euro errechnet. Geld, das vom städtischen Haushalt ausgeglichen wird und an anderen Stellen fehlt. Von diesem Jahr an sollen die angehobenen Gebührensätze alle Kosten decken.

Ein massiver Streitpunkt war in den vergangenen Monaten der Anschluss von 17 Grundstücken, davon jeweils sechs in Tellschütz und Großdalzig, an die zentrale Abwasserentsorgung (die LVZ berichtete). Gemeinsam mit dem Abwasserzweckverband Weiße Elster wurde ein Konzept erarbeitet, mit dem Landkreis eine Übergangsfrist bis Ende 2018 ausgehandelt. Die Zeit wird knapp. Zu knapp, meint Uwe Penz von den Freien Wählern. Er bezweifelte im Stadtrat, dass der Bau der Anschlüsse wie vorgesehen bis zum Jahresende erfolgen könne.

Begehungen seien in Tellschütz angelaufen, die örtlichen Gegebenheiten würden aufgenommen, erklärte Bürgermeister Holger Schulz (CDU). Die umstrittene Druckentwässerung mit Pumpen auf den einzelnen Grundstücken sei die günstigste Variante. Die Bürger würden nicht finanziell beteiligt, das sei vom Tisch, so der Bürgermeister. „Das Vorhaben wird in Gänze von Zwenkau finanziert“, fügte er hinzu.

Alexander Wagner (CDU) regte zur Überraschung von Penz’ Fraktionskollegin Heike Oehlert an, die Gebühren nicht wie vorgesehen im großen Zug um teilweise bis zu 100 Prozent, sondern verträglicher für die Bürger schrittweise zu erhöhen. Das sei in den Hauptausschusssitzungen ein massiver Streitpunkt gewesen, so Oehlert. Mit sieben Ja-Stimmen der CDU und der Linken zu fünf Enthaltungen der Freien Wähler wurde der Änderungsantrag Wagners angenommen.

Es geht weiter mit der Erschließung des neuen Wohngebiets Harthweide am Südwestufer des Zwenkauer Sees. Nach heftiger Kritik aus der Bürgerschaft, insbesondere an der Verkehrserschließung, wurde das Bebauungsplanverfahren Ende 2017 ausgesetzt. Jetzt billigten die Stadträte die Abwägung und erneute Offenlage des überarbeiteten Entwurfs. In dem Verfahrenschritt können Betroffene nochmal ihre Bedenken formulieren, Verbesserungsvorschläge machen.

Bis zum gestrigen Mittwoch konnten Zwenkauer ihre Hinweise zur Verkehrserschließung im Rathaus abgeben. Sie werden nun in einem Werkstattverfahren unter Regie des Leipziger Planungsbüros Stadtlabor mit einem überschaubaren Kreis von Entscheidern diskutiert und weiterentwickelt (die LVZ berichtete). Mitte März werden die Vorschläge einer breiten Öffentlichkeit präsentiert.

Von Gislinde Redepenning

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