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Markkleeberg Zwenkaus Bürgermeister spricht über klamme Kasse
Region Markkleeberg Zwenkaus Bürgermeister spricht über klamme Kasse
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16:18 10.01.2010
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. In Zwenkau ist das nicht anders. Bislang: Denn 2010 macht eine Ausnahme.

„Zwenkau ist keine Insel, auch wenn wir manchmal den Eindruck haben. Die Finanz- und Wirtschaftskrise geht nicht spurlos an uns vorbei. Kurz: Wir haben fast kein Geld mehr und müssen dringend Einnahmen generieren.“ Gute Nachrichten hören sich anders an. Bürgermeister Holger Schulz (CDU) fand am späten Freitagnachmittag ungewöhnlich deutliche Worte im Ratssaal. Zuvor hatte der 45-Jährige fast eine Stunde über Erfolge und Vorhaben gesprochen. Unter den Gästen waren Bundestagsmitglied Katharina Landgraf, Landtagsabgeordneter Oliver Fritzsche (beide CDU), Kreis- und Stadträte, der Geschäftsführer des Zweckverbandes Neue Harth, Kai Braun, Vertreter der Sächsische Seebad Zwenkau (SSZ), der Landesdirektion und zahlreiche Bürger.

Schulz erinnerte an die Übergabe des „trockenen Hafens“, an den Baggerbiss fürs Seebad, den schwierigen Start des Stadtrates, den Besuch des damaligen sächsischen Innenministers Albrecht Buttolo (CDU) und an Veranstaltungen wie die Sieben-Seen-Wanderung, die Neuseenclassics, den Rainbow-Cup sowie das Laurentiusfest. Aber auch die Sanierung des Feuerwehrgerätehauses Rüssen, die Bestellung eines Löschfahrzeuges und Investitionen in Schulzentrum und Kitas thematisierte Schulz. Letztere nur durch das Konjunkturpaket II möglich – und dennoch „schwierige Geschenke“.

„Leider ist jeder Fördermittelsegen mit dem Eigenmittelfluch behaftet“, meinte Schulz. Insofern habe die Konjunkturförderung des Bundes im doppelten Sinne Spuren in Zwenkau hinterlassen – im Stadtbild und im Stadtsäckel. „Alles ungeplante Mittel, für die wir nun zwingend Ausgleich schaffen müssen. Und das bei krisenbedingt sinkenden Einnahmen“, betonte er. Investitionen, die die Kommune nur begleitet – 2009 waren das die Rekonstruktion des Turms der Friedhofskirche, des alten Ratskellers oder der Baubeginn für das Seniorenzentrum am Pegauer Platz – scheinen da bisweilen attraktiver.

Indes es bleibt viel zu tun: Schwerpunkt müsse trotz knapper Mittel erneut der Zwenkauer See sein. „Wenn wir dort die Entwicklung verschlafen, müssen wir uns später sehr anstrengen, um das nachzuholen. Schließlich geht es um Europas größte Landschaftsbaustelle“, sagte Schulz und nutzte die Gelegenheit für eine Bitte an die Landesdirektion: „Wir müssen uns jetzt Gedanken über die Gewässernutzung machen. Investoren müssen wissen, was kann ich am und im See tun.“

Die Zwenkauer Bürger bat er hingegen um Geduld: „Stellen Sie sich darauf ein, dass nicht immer alles sofort geht. Und dabei wird 2010 von den schlechten Jahren noch das beste werden.“ Das gelte für Bauprojekte, aber auch die Arbeit der Vereine. „Halten Sie bitte zur Stange. Wir brauchen Ihr bürgerschaftliches Engagement.“

Ulrike Witt

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