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Zwischen gestern, heute und morgen

Zwischen gestern, heute und morgen

Großpösna. Mehr als 800 Mitarbeiter des einstigen Tagebaus Espenhain werden am kommenden Sonnabend ab 14.30 Uhr zum neunten Espenhainer Ehemaligen Treffen erwartet.

Kamen die Kumpel bis 2008 Jahr für Jahr am Dispatcherturm Gruna auf der Magdeborner Halbinsel zusammen, findet das große Wiedersehen nun schon zum zweiten Mal im Bergbau-Technik-Park an der Autobahn 38 statt.

Und diesmal gibt es allerhand Neues zu sehen. Denn zwischen Bagger Nummer 1557 und Absetzer Nummer 1115 tut sich aktuell so einiges. Ende Mai dieses Jahres konnte der erste Spatenstich für das im Frühjahr 2011 zu eröffnende Freilichtmuseum Bergbau-Technik-Park gesetzt werden (die LVZ berichtete). Seither stehen die Baufahrzeuge nicht mehr still, wird das Gelände Schritt für Schritt zum Miniatur-Tagebau geformt, das ein wichtiges Stück sächsischer Bergbau- und Industriegeschichte für künftige Generationen erhalten soll. Dafür werden übrigens auch dringend alte Dokumente, Bilder, Auszeichnungen, Arbeitskleidung – kurz alles, was sich noch auf Dachböden und in Kellern befindet – gesucht.

Über den derzeitigen Stand der Baumaßnahme werden am Samstagnachmittag der Vorsitzende des Vereins Bergbau-Technik-Park Gerald Riedel, Projektleiter Michél Kothe sowie Vereinsmitglied und Geschäftsführer des Soziokulturellen Zentrums Kuhstall Großpösna Peter Krümmel während verschiedener Führungen berichten.

Als Gäste sind unter anderem die Großpösnaer Bürgermeisterin Gabriela Lantzsch und Karin Franke, Sprecherin der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbauverwaltungsgesellschaft (LMBV), angekündigt. Nach dem offiziellen Teil, der traditionell mit dem Steigerlied ausklingt, haben die Espenhainer dann im regensicheren Festzelt Zeit für einen ausgiebigen Plausch mit früheren Kollegen.

Noch ein wichtiger Tipp zur Anreise: Ab Leipzig beziehungsweise Borna auf der B 2/95 dem Schild Zentraldeponie Cröbern folgen und kurz vor dem Haupteingang links abbiegen. Senioren, Gehbehinderte und Begleitpersonen können bis zum Bergbau-Technik-Park durchfahren.

Ulrike Witt

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