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Markranstädt 1,8 Millionen Euro Minus wegen Abschreibungen geplant
Region Markranstädt 1,8 Millionen Euro Minus wegen Abschreibungen geplant
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00:29 10.12.2015
Rund 1,8 MIllionen Euro Minus wird Markranstädt voraussichtlich im nächsten Jahr machen. Quelle: Fotolia
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Markranstädt

Mehr Einnahmen auch ohne Steuererhöhungen, aber auch mehr Ausgaben enthält der Haushalt der Stadt Markranstädt im nächsten Jahr. Das einige Zentimeter starke Papier wurde jetzt zur Diskussion in den Stadtrat eingebracht.

Die amtierende Kämmerin Silke Kohles-Kleinschmidt wies gleich zu Beginn auf den negativen Saldo von 1,81 Millionen Euro zwischen Erträgen und Aufwendungen hin. Einnahmen von 22,12 Millionen Euro stehen demnach Ausgaben in Höhe von 23,94 Millionen entgegen. Die Finanzfrau erklärte dies vor allem mit gestiegenen Ausgaben für die Kitas, aber auch für die Kreisumlage, die alle Kommunen an das Landratsamt für dessen Arbeit abführen müssen. Das Minus komme auch zustande wegen der Abschreibungen auf das Vermögen der Stadt in Höhe von 2,7 Millionen Euro, so Kohles-Kleinschmidt. Diese würden noch nicht in vollem Umfang erwirtschaftet, der Gesetzgeber sehe dies aber auch erst im Haushaltsjahr 2017 vor.

Bei den unveränderten Gewerbesteuern rechnet die Stadt 2016 mit einem weiteren Anstieg auf nunmehr 5,2 Millionen Euro. In diesem Jahr hatte der Ansatz noch bei Einnahmen von 4,8 Millionen Euro gelegen. Immer wichtiger für die Kommune wird auch der Anteil an der Einkommensteuer. Waren dadurch im Jahr 2014 noch Einnahmen von 4,4 Millionen Euro geplant, sind es im nächsten Jahre schon fünf Millionen Euro.

Die größten Ausgaben im Jahr 2016 werden voraussichtlich der Kita-Bau am Stadtbad mit einer knappen weiteren Million Euro und der Umbau einiger Gemeindestraßen sein. Der Plan listet hierbei die Straße von Priesteblich zur Landesgrenze auf, den Ausbau der Karl-straße, des Häuerweges, der Robert-Koch-Straße sowie der Dorfstraße in Räpitz. 1,2 Millionen Euro sind dafür 2016 und 2017 eingeplant. Weitere 300 000 Euro sind im selben Zeitraum für den Hochwasserschutz in Frankenheim geplant. Wie berichtet, hatte der Ortschaftsrat wiederholt zu kleine Durchlässe an Straßen bemängelt.

Durch die Investitionen würden voraussichtlich 685 000 Euro aus der Reserve entnommen werden müssen, hieß es. Diese schmelze damit auf rund 2,5 Milliomen Euro am Ende des Jahres 2016 ab. Wegen einer planmäßigen Tilgung von 666 200 Euro soll die Pro-Kopf-Verschuldung trotzdem von 673 auf 628 Euro absinken.

Von Jörg ter Vehn

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