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Markranstädt 1400 Schüler schwitzen für guten Zweck beim Markranstädter Spendenlauf
Region Markranstädt 1400 Schüler schwitzen für guten Zweck beim Markranstädter Spendenlauf
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07:00 22.06.2017
Für den guten Zweck rannten gestern in Markranstädt fast 1400 Schüler aller Altersklassen und Schularten. Beim Spendenlauf kamen mehr als 5000 Euro in bar zusammen.
Markranstädt

Es gehört inzwischen zur guten Tradition in Markranstädt, dass sich Schüler, Lehrer und sogar Kindergartengruppen kurz vor den Ferien noch einmal so richtig ins Zeug legen und für den guten Zweck rennen.

Rund 1400 waren auch am Dienstag wieder dabei beim nunmehr 13. Markranstädter Spendenlauf. Gestartet mit Peter Escher, kommt die Aktion seit nunmehr drei Jahren ohne den beliebten TV-Moderator aus. Sein Name schwang dennoch mit. Als etwa Yannik aus der elften Klasse wie der Teufel lossprintete, erinnerte sich die frühere Sportlehrerein Anne Flack, Organisatorin der ersten Stunde: „Der lief beim allerersten Mal als Kindergartenkind bei Peter Escher.“

Aber auch die ganz Großen verhalfen anderen noch zu Déja-Vu-Momenten: So siegte die Staffel der Leipziger Polizeischüler souverän beim Lauf ab der neunten Klasse, nachdem sie im Vorjahr erstmals unterlegen war gegen eine Oberstufenmannschaft. Der Polizei–Schlussläufer weckte in Sportlehrer Lars Eberlein Erinnerungen: „Robin kenn ich auch noch von früher.“ Der junge, durchtrainierte angehende Polizist war einmal Schüler in Markranstädt.

Fast schon symbolisch fand sich auch eine Wasserflasche auf dem Podest neben den Pokalen für die besten Klassen. Zu gewinnen war sie aber nicht. Quelle: Jörg ter Vehn

Am Morgen hatten 300 Kita-Kinder den Spendenlauf begonnen, danach kamen die Grundschüler, dann die Läufer von Oberschule und Gymnasium. Eine halbe Stunde liefen diese Schüler auf der Jagd nach 400 Meter langen Spendenrunden. Die erfolgreichsten waren erstmals drei Jungs, die 19 vom jeweiligen Lehrer bestätigte Runden schafften.

Die zehn schnellsten aus jeder Klasse durften anschließend mitrennen beim Staffellauf der jeweiligen Stufe. Die jeweils schnellste Klasse bekam den Stufenpokal. Dabei gewesen seien auch zwei Klassen aus Lützen, so Organisator Eberlein.

In der Altersgruppe der fünften bis achten Klassen setzten sich erwartungsgemäß die Älteren durch. Es siegte die „8em“ vom Gymnasium. Kurios: Ihr Schlussläufer Marius Niewerde war nicht mal ins Schwitzen gekommen, während andere bei der Hitze auf dem Platz gar nicht so schnell Wasser trinken konnten, wie sie es auszuschwitzen schienen. Fast symbolisch stand denn auch eine Wasserflasche auf dem Podest mit den Pokalen.

Dabei sein ist alles, hieß es eher für das Team der Ehemaligen vom Gymnasium und die Mannschaft der Rathaus-Mitarbeiter. Die Platzierungen waren ihnen nicht so wichtig, das Mitmachen für den guten Zweck hingegen schon.

So füllten sich im Laufe des Vormittags die Spendengläser des Ronald McDonald-Hauses in Leipzig, in dem Eltern krebskranker Kinder ganz nah bei ihren Kleinen sein können, und des Vereins Nepalmed, der sich am Wiederaufbau der medizinischen Versorgung in dem von einem Erdbeben beschädigten Land beteiligt.

Bis zum Nachmittag seien an Barspenden 3620 Euro für das Ronald McDonald-haus in Leipzig und 1500 Euro für Nepalmed zusammengekommen, so Eberlein stolz. Hinzu kämen noch die angekündigten Überweisungen der Spendenpaten, über die es jedoch keine Übersicht gebe.

Erst gegen Mittag hatte Eberlein noch Extra-Geld aus Großlehna abgeholt. „Die dortige Nils-Holgersson-Grundschule hatte einen eigenen Spendenlauf durchgeführt“, erzählte er. In die Spendensumme von 570 Euro seien auch die Einnahme aus einem Theaterstück eingeflossen, das die Schüler extra aufgeführt hätten, sagte er dankbar.

Von Jörg ter Vehn

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