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Markranstädt 21 Jugendliche dürfen jetzt jüngeren Nachwuchs trainieren.
Region Markranstädt 21 Jugendliche dürfen jetzt jüngeren Nachwuchs trainieren.
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06:07 17.08.2018
21 Jugendliche sind jetzt DFB-Juniorcoach. Dazu gratulierten auch Comerzbank-Filialleiter Michael Dölle und Bürgermeister Jens Spiske (von rechts). Quelle: Foto: Roland Heinrich
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Markranstädt

Freiwillig, ohne Zwang und bei bestem Badewetter haben drei Mädchen und 18 Jungs in ihrer letzten Ferienwoche die Schulbank gedrückt und in der Sporthalle der Oberschule Markranstädt geschwitzt. Sie büffelten bei der DFB-Juniorcoach-Ausbildung, die zum wiederholten Mal hier stattfand. „40 Stunden Theorie und Praxis galt es zu absolvieren“, erklärte Yannic Drechsler, der die 14- bis 17-Jährigen unter seinen Fittichen hatte. Zum dritten Mal ist der Referent vom Sächsischen Fußball Verband (SFV) Ausbilder der Nachwuchstrainer. Dass alle Teilnehmer ihr DFB-Juniorcoach-Zertifikat erhielten und ein aufbrausender Applaus der Jugendlichen für ihn bei der Verabschiedung, spricht für Drechslers Händchen.

Marcus Danz vom SFV und dort Vorsitzender für Qualifizierung und Vereinsberatung, betonte, wie wichtig diese Ausbildung für den Verband ist: „Wir haben viel zu wenig Trainer. Wir brauchen euch!“, äußerte er gegenüber den neuen Trainern, die jetzt noch jüngeren Nachwuchs in den Vereinen trainieren können. „Das ist der Einstieg. Ich hoffe, dass alle weiter dranbleiben“, sagte er. Dabei könne mit dem Zertifikat nicht nur in Richtung Fußball weitergegangen werden. „Der Basislehrgang ist auch für andere Sportarten verwendbar. Mir ist es aber lieb, ihr bleibt beim Fußball“, gestand Danz.

Die Jugendlichen, die aus Markranstädt, aus Leipzig und aus dem Umland – auch aus dem Muldental reiste eine Teilnehmerin an – hätten die ersten 40 Stunden von insgesamt 120 Stunden für eine C-Lizenz bereits absolviert. „In den Herbstferien beginnt dafür ein Lehrgang. Der kostet 400 Euro, für euch als DFB-Juniorcoach aber nur 80 Euro“, erwähnte Danz und warb darum, weiterzumachen.

Unterstützt wird das seit 2013 laufende Juniorcoach-Projekt von der Commerzbank. „Wir unterstützen nicht nur finanziell“, sagte Filialleiter Michael Dölle. Man biete für Juniorcoaches bevorzugt Praktikumsplätze. Auch bei Bewerbungen würden die Jung-Trainer bevorzugt behandelt werden. „Also hebt euch das Zertifikat gut auf. Soziales Engagement wird belohnt“, wies Dölle, der selbst Trainer bei der SG Räpitz 1948 ist, hin.

Der Projektsponsor lege besonderen Wert auf die Persönlichkeitsentwicklung der Nachwuchstrainer. „Vereine und Schulen können ohne ehrenamtliche Trainer kaum die Nachfrage nach Fußballtrainings abdecken. Daher freue ich mich, dass es so viele engagierte junge Menschen gibt, die sich trotz ihres immer strafferen Zeitplans ehrenamtlich für den Fußball engagieren und Verantwortung übernehmen“, meinte Dölle.

Von Roland Heinrich

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