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Markranstädt 21 Teenager aus Ecuador drücken in Markranstädt die Schulbank
Region Markranstädt 21 Teenager aus Ecuador drücken in Markranstädt die Schulbank
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14:04 19.05.2015
Weit gereist: Die Ecuadorianer mit ihrem Betreuer und Sportlehrer Veikko Bersug (hinten oben) und Organisator Christian Ebel-Geißler (rechts davor). Quelle: André Kempner

Gestern Vormittag zur offiziellen Begrüßung im Kommunikations- und Kreativitätszentrum (KuK) des Schulkomplexes in der Parkstraße war von Jetlag bei den Kindern allerdings keine Spur: Was Wunder, die 12- bis 15-Jährigen haben bereits drei Wochen in Berlin hinter sich, waren zudem eine Woche Skilaufen in Tschechien. So waren die Gäste aus dem zumeist warmen Land am Äquator auch bestens vorbereitet auf die morgens noch frostigen Temperaturen.

In Markranstädt waren sie am Sonnabend angekommen, von ihren Gasteltern in die Familien aufgenommen worden. Sonntag ging's zum gegenseitigen Kennenlernen ins Altranstädter Schloss. Und gestern folgte der Empfang in der Schule.

Im KuK habe die Bläsergruppe des Markranstädter Gymnasiums ein kleines Programm aufgelegt, "umrahmt von lyrischen Ausführungen der Mitschüler", wie Stadtsprecherin Anja Landmann formulierte. "Ich wünsche euch viel Vergnügen in unserer Stadt", zitierte sie Bürgermeister Jens Spiske, der den Organisatoren Unterstützung angeboten habe: "Wir stehen jederzeit gern hilfreich zur Seite." Gymnasiums-Leiter Jürgen Melzer habe sich ebenfalls auf die kommenden Wochen mit den Kindern gefreut.

Anders als in den Vorjahren sei diesmal nur ein Schüler dabei, der schon mal in Markranstädt war, erzählte Betreuer Veikko Bersug. Der Sportlehrer hingegen ist ein "alter Hase". Nicht wegen seiner 47 Jahre. "Für mich ist es der 14. Austausch", sagte er schmunzelnd. Bersug hat in Leipzig studiert, fand über viele Stationen den Weg an die Deutsche Schule der größten Stadt Ecuadors und coacht dort den Kontakt zu seiner alten Heimatstadt.

"Seit 2002 gibt es den Austausch jährlich", erklärte Christian Ebel-Geißler. Er betreut auf Markranstädter Seite das Projekt seit Jahren. Und hat für die Teenager wieder viel vorbereitet. Am Freitag gehe es nach Dresden und dort in die Gläserne Manufaktur, erzählte er. Samstag folge der Indoor-Kletterwald in Nova Eventis, Sonntag die Go-Cart-Bahn in Dölzig, danach gehe es "schnell in die Arena nach Leipzig zum Handball-Bundesliga-Spiel von HCL", listete er auf. Ebel-Geißler ist ein Sport-Verrückter. Daher steht viel davon auf dem Program des Besuchs. Neben dem HCL wird auch der RB Leipzig besucht, bei Freundschaftsspielen auch selbst Sport gemacht. Und Bersug organisierte sogar einen Firmenbesuch bei Adidas in Herzogenaurach. "Dort können die Schüler den handgemachten Schuh für Lionel Messi sehen", wusste Bersug um die Vorlieben südamerikanischer Teenager.

Ebel-Geißler kannte gestern auch schon die Termine für den Gegenbesuch. Vom 15. Oktober gehe es über die Herbstferien voraussichtlich bis zum 8. November nach Ecuador, erzählte er. Wer mit wolle, könne sich schon jetzt unter Rufnummer 0177 5146035 bei ihm melden. Er wolle den Austausch etwas breiter aufstellen, daher könnten sich auch gerne Leipziger Schüler bei ihm melden, sagte er.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 24.03.2015
Jörg ter Vehn

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