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Markranstädt 40 000 Euro für behindertengerechte Rampe zum Rathaus vorgesehen
Region Markranstädt 40 000 Euro für behindertengerechte Rampe zum Rathaus vorgesehen
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13:52 19.05.2015

Um die Geschosshöhen des Altbaus zu erreichen, wurde das Bürgerrathaus damals höhergelegt. Sieben Stufen müssen die Bürger erklimmen, um auf Rathaus-Niveau zu kommen. Es gibt zudem eine steile Kinderwagen-Rampe und einen kleinen elektrischen Aufzug auf Anforderung an der Seite für Rollstühle. Gelobt wurden damals allerseits die neuen Räume, der gute Service für die Bürger. Aber schon einen Monat nach der Eröffnung hatte Lutz Gatter von der Arbeitsgemeinschaft Barrierefreies Markranstädt sein Problem auf den Punkt gebracht: Es sei zwar schön, dass sich das Rathaus um Barrierefreiheit bemühe und einen Aufzug installiert habe. Aber der sei zu klein für heutige Gefährte.

Daran geändert hat sich jahrelang nichts. Auch Kinderwagen-Nutzer schimpften seitdem immer häufiger, selbst im Stadtrat war der Aufzug wiederholt Thema. Beim letzten monierte Manfred Schwung, einer der Mitbegründer der Freien Wähler Markranstädt, aber inzwischen wieder raus, in seiner bekannt scharfen Art den "unhaltbaren Zustand".

Bürgermeister Jens Spiske (Freie Wähler Markranstädt), der das Thema von seiner Amtsvorgängerin geerbt hat, kündigte jetzt Abhilfe an. Der Aufzug sei insgesamt nicht mehr zeitgemäß, zu klein, falle auch öfter aus. Zudem bedeute die Definition von Barriefreiheit heute auch ein selbstbestimmtes Leben, ohne andere darum bitten zu müssen, wie derzeit am Aufzug.

Seit der Haushaltsfreigabe vorige Woche werde daher an einer Rampe geplant, die von der Nordseite her auf das Podest des Bürgerrathauses führt. "Sie beginnt vorne am Markt, führt in einer 180-Grad-Kurve zurück und von dort in einer weiteren Kurve auf die Ebene", so Spiske. Die Rampe solle insgesamt großzügig bemessen sein, "die AG Barrierefreies Markranstädt mit Lutz Gatter wird in die Planung einbezogen", versprach Spiske. Rund 40 000 Euro seien im diesjährigen Haushalt dafür eingeplant.

Der Bau solle ab Herbst stattfinden, weil vermutlich auch ein oder mehrere Bäume umgesetzt werden müssten. Aus Holz werde die neue Rampe aber gewiss nicht sein. Das bisherige im Eingangsbereich habe sich nicht bewährt. Dort sei es im Winter höllisch glatt, weil nicht richtig gestreut werde könne. Gestern war auch mal wieder das Geländer aus der Befestigung gerissen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 01.07.2014
Jörg ter Vehn

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