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6000 Besucher beim Promenadenfest

6000 Besucher beim Promenadenfest

Obwohl sich Petrus ausgerechnet zum Sommeranfang zurückhielt und Wolken statt Sonne schickte, zog es am Sonnabend 6000 Besucher zum Promenadenfest ans Westufer des Kulkwitzer Sees.

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Lächeln fürs Siegerfoto nach dem Pappbootrennen: Die ersten drei Teams - Jannik, Konrad, Stefan Riedel, David, Mandy Sörgel und Fabian (von links).

Quelle: Armin Kühne Kuehne

Markranstädt. Auch bei der zweiten Auflage, der von der Stadt Markranstädt in Zusammenarbeit mit den am See ansässigen Vereinen und Gewerbetreibenden organisierten Veranstaltung, drehte sich fast alles ums Thema Wasser.

Zahlreiche Schaulustige machten es sich am Nachmittag auf dem grünen Hang des Kanu- und Freizeitclubs Markranstädt (KFC) bequem und verfolgten das Pappbootrennen. Jannik und Konrad, Drittklässler aus der Grundschule Kulkwitz, machten sowohl beim Bau als auch auf dem Wasser im Hindernisparcours eine gute Figur. Ihr Boot, eines von insgesamt sieben, war nach dem Rennen nahezu unversehrt. "Wir haben die Bordwände dreifach verstärkt", verriet Jannik. Am Ende holten die Jungs den Titel "Schönstes Boot" und mit drei Minuten 24 Sekunden den dritten Platz. "Wenn ich beim Werfen getroffen hätte, wären wir noch weiter vorn", ärgerte sich der Zehnjährige. Immerhin sicherten sich Jannik und Konrad einen 30-Euro-Gutschein und damit die Ferien-Eisration im Strandbad.

Ganz oben auf dem Treppchen standen mit Stefan Riedel und Mandy Sörgel zwei Erwachsene. Ihr Boot war nach der Wässerung allerdings kaum noch als solches zu erkennen, landete am Ende wie vier weitere auf einem Papphaufen am Ufer. "Wir haben uns auf die inneren Werte konzentriert, nicht so sehr auf die Schönheit", gestand Riedel. Im Grunde hätten sie sich durchgeschmuht. "Eigentlich gebührt den Jungs der Sieg", sagte er und erntete Applaus vom Publikum. Ihre 75-Euro-Siegprämie schenkten Riedel und Sörgel je hälftig den Protagonisten von "Ab ans Ufer" und der Aktiven Jugend Markranstädt.

"Wirklich ein tolles Fest. Hier gibt es für jeden Geschmack etwas", schwärmten Heidrun Schmidt und Marja Sörgel, die Omas von Mandy Sörgel, die gleich einen ganzen Fanclub am Kulki-Strand hinter sich wusste. "Wir sind extra aus Hermsdorf in Thüringen angereist. So einen schönen See haben wir nicht", meinten die Omas. Strahlend daneben stand Mandys Vater. "Unsere Tochter arbeitet im Rathaus und organisiert das Promenadenfest mit, da ist es selbstverständlich, dass wir sie unterstützen."

Nach dem Pappbootrennen stärkte sich so mancher Besucher am Ein-Euro-Kuchenbuffet des KFC. Übrigens auch unser Fotograf Armin Kühne: "Topp-Angebot, sehr lecker", lobte er. Dass der Verein mit jedem verkauften Stück seinem Traum von einem neuen Kanu näherkam, ließ jeden Zweifel an der Kaloriensünde schwinden. Lange bitten ließ sich ohnehin niemand. "Die Gastronomen sind sehr zufrieden mit dem Umsatz", so Rathaussprecherin Heike Helbig gestern nach dem Kassensturz.

Besonders gefragt waren die Plätze vor der Bühne. Stepptanz mit "Tap for fun", die Modenschau der Feuerwehr, der heiße Tanz der Großlehnaer Kameraden, die ihre Sixpacks präsentierten, und weitere Auftritte von Tanz- und Musikvereinen sorgten, moderiert von den MCC-Urgesteinen Micha Unverricht und Thomas Koch, für Stimmung. Nebenan auf der Festwiese bewiesen einige Gäste Mut und stürzten sich beim Bungee-Jumping in die Tiefe oder tobten sich im mobilen Skatepark aus. Wer es gemächlicher wollte, der nahm in den drei Maf-Oldtimern Platz, die in Markranstädt inzwischen zu jedem Fest gehören oder gönnte sich in der Strandbar einen Cocktail und schaute den Seglern bei ihrer Regatta zu. Selbst am Abend beim Public Viewing harrten noch über 300 Markranstädter vor der Großbildleinwand aus und verfolgten gebannt die nervenraubende Fußball-WM-Hitzeschlacht von Jogis Jungs gegen Ghana.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 23.06.2014
Ulrike Witt

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