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Markranstädt 9700 Unterschriften und die Folgen
Region Markranstädt 9700 Unterschriften und die Folgen
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12:19 17.09.2009
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. Die Bürgerinitiative will bei den Plänen mitreden. Nun meldet sich auch Christian Conrad, Geschäftsführer der LeipzigSeen Projektmanagement GmbH, zu Wort und verweist auf die Bedeutung eines ordentlichen Rahmens.

„Der Bebauungsplan ist für die Erschließung des Sees – so für die Feuerwehrzufahrten und eine Medienerneuerung – extrem wichtig“, heißt es in der Erklärung. Der Kulkwitzer See leide schon teilweise unter einem Investitionsstau, sagt Conrad und nennt ein Verkehrskonzept als Beispiel. Die Bedenken der Bürgerinitiative, dass eine Einzäunung und Zubetonierung des Sees erfolgen könnte, seien unbegründet, so der Geschäftsführer. „Der B-Plan schließt eine Einzäunung des Sees aus. Beim Betreiben eines Campingplatzes sind jedoch Standards zu berücksichtigen“, erläutert Conrad. So sei es unerlässlich, ein solches Areal aus Sicherheitsgründen einzuzäunen. Auch müssten Lärmschutzanforderungen eingehalten werden.

Seit nunmehr fünf Jahren bewirtschaftet die LeipzigSeen GmbH als privater Betreiber im Auftrag des Zweckverbandes „Erholungsgebiet Kulkwitzer See“ den See. In dem Vertrag sei vereinbart, dass Strände immer frei und kostenlos für jedermann zugänglich sind und sein werden; seitdem seien moderne Sanitäreinrichtungen, Spielplätze, Strände, Sportanlagen und Gastronomie entstanden. „Durch den Campingplatz werden die finanziellen Mittel erwirtschaftet, welche auch in die Strandbewirtschaftung fließen“, betont Conrad weiter. „Sicherheit, Verhinderung von Vandalismus und Einbrüchen, die Sauberkeit des Gebietes, der Erhalt von Einrichtungen der Naherholung sowie die Errichtung und Betreibung von Sanitäranlagen können nachhaltig nur durch privates Engagement gewährleistet werden“, meint er. Jede Strukturierung des Gebietes sowie privates Engagement am See verhindern zu wollen, bedeute, den Kulkwitzer See sich selbst zu überlassen, warnt er. „Im entstehenden Leipziger Seenland muss der See sein Profil schärfen, um sich einer wachsenden Konkurrenz stellen zu können. Wird dies versäumt, wird eine nachhaltige ökologische und touristische Bewirtschaftung schwierig.“

Die konträren Positionen zum angestrebten Bebauungsplan in Markranstädt sollen auf einer Versammlung angenähert werden. Der Großlehnaer CDU-Stadtrat Frank Schalle hatte in der Sitzung am 3. September einen Sonderstadtrat „zu diesem wichtigen Thema“ angeregt. Dieser Vorschlag hatte für Applaus aus den Reihen der Bürgerinitiative im Publikum gesorgt, aber auch für sichtbares Kopfschütteln in den Reihen der CDU-Fraktion. Einzelne Vertreter bemängelten später, dass der Vorschlag „weder spontan noch innerhalb der Fraktion abgestimmt“ gewesen sei. Aufgegriffen hatte die Idee eines Sonderstadtrates Hans-Jürgen Berg von der Fraktion Die Linke. Er teilte am 12. September mit, die Opposition – bestehend aus den Fraktionen SPD/Grüne und die Linke – habe einen Sonderstadtrat beantragt. Bürgermeisterin Carina Radon (CDU) erklärte daraufhin am Dienstag, sie suche jetzt einen passenden Termin für einen Sonderstadtrat, der ja auf der Stadtratssitzung bereits angeregt worden sei.

Kendra Reinhardt

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