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Markranstädt AG Verkehrslärm fordert von Minister Tempo 30
Region Markranstädt AG Verkehrslärm fordert von Minister Tempo 30
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17:30 19.05.2015
Verkehrslärm und Verkehrsbelastung durch LKW in der Zwenkauer Straße in Markranstädt. Quelle: Andr kempner

Die AG übergab ihm eine Petition, in der die kurzfristige Anordnung einer Tempo-30-Zone für die Innenstadt gefordert wird.

Seit Jahren bemühe sich die Stadtverwaltung vergeblich um die Anordnung von Tempo 30 an den Bundesstraßen 186 und 87 in Markranstädt, so die AG in der Petition. Die Straßen hätten einen extrem schmalen Querschnitt, die Bebauung sei eng und hoch, der Abstand zu den Häusern betrage teilweise unter anderthalb Meter. Trotzdem hätten die Straßen mit rund 12000 Fahrzeugen am Tag eine hohe Belastung, der Schwerlastanteil sei mit rund 15 Prozent zudem sehr hoch.

Wie berichtet, gelten in der Stadt am See mehr als 1200 Bewohner wegen des Verkehrslärms als gesundheitlich gefährdet, 783 von ihnen sogar stark. Als Folge listet die AG Verkehrslärm dem Minister die Entvölkerung der Straßenzüge, mangelnde Verkehrssicherheit, starke Gebäudeschäden, Stagnation der Stadtentwicklung und den Werteverfall der Grundstücke auf.

"Wir fordern, um weitere Schäden zu vermeiden, die Anordnung der Absenkung der Geschwindigkeit auf 30km/h und deren Überwachung (Blitzer), dazu eine Sanierung der Fahrbahnoberflächen und die Herstellung der Verkehrssicherheit", so die AG in ihrem Schreiben an Morlok.

Eine Absenkung des Lärms durch eine Geschwindigkeitsbegrenzung sei praktisch und wissenschaftlich erwiesen, bringe mindestens vier bis fünf Dezibel weniger. Tempo 30 sei auch früher schon einmal auf beiden Bundesstraßen angeordnet worden, also möglich, erinnert sich die AG.

"Bitte vertrösten Sie uns nicht mit der vagen Aussicht auf etwaige zukünftige Umgehungsstraßen", schrieb die AG. Kosten, Genehmigungen und Realisierung seien unüberblickbar. "Wir brauchen kurzfristige Lösungen, die machbar und kostengünstig sind, also als erster Schritt Anordnung von Tempo 30."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 23.03.2013

Jörg ter Vehn

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