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Markranstädt AG Verkehrslärm kündigt Mitarbeit an Aktionsplan auf
Region Markranstädt AG Verkehrslärm kündigt Mitarbeit an Aktionsplan auf
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23:29 04.07.2014

Die Erste Beigeordnete Beate Lehmann will das nicht auf sich sitzen lassen, sucht nach neuen Gesprächen.

Ende Juni hatte sich die AG Verkehrslärm um ihren rührigen Sprecher Burkhard Schmidt mit dem Bauamt des Rathauses getroffen, um das weitere Vorgehen beim Lärmaktionsplan zu besprechen. "In Auswertung der Beratung teilen wir Ihnen mit, dass die AG Verkehrslärm Markranstädt ihre Mitwirkung bei der Weiterbearbeitung des LAP einstellt", schrieb diese Woche Schmidt an Bürgermeister Jens Spiske (Freie Wähler Markranstädt).

Beigefügt war ein Gesprächsprotokoll der Sitzung, nach dem der zuständige Sachbearbeiter des Rathauses die Vertreter der AG bei so ziemlich allen Fragen abblitzen ließ. Die hatten insbesondere bemängelt, dass das beauftragte Bauplanungsbüro noch nie einen Lärmaktionsplan erstellt habe und seine bisherige Arbeit als Planer der Leipziger Straße, des Marktes und der Schulstraße "nicht positiv" bewertet werden könne.Die AG schlug daher vor, über den Plan auch mit externen Fachberatern sowie dem Kreis und dem Land zu reden. Der Mitarbeiter der Stadt lehnte dies ab.

"Die Herangehensweise ist nicht richtig", sagte Schmidt gestern. Auf einem Seminar neulich in Berlin habe er erst wieder erfahren, wie andere Kommunen ihren LAP erarbeiten. "Am meisten stört mich, dass die Stadt nicht einmal darüber mit dem Kreis gesprochen hat", sagt Schmidt. Die Arbeit am Plan ruhen zu lassen, nachdem die Stadt den Tempo-30-Antrag für die beiden Bundesstraßen beim Kreis gestellt habe, sei zudem ein großer Fehler gewesen.

Wie berichtet, sind in Markranstädt am Schnittpunkt der Bundesstraßen 87 und 186 rund 1200 Einwohner gesundheitlich gefährdet durch den Verkehrslärm, 783 davon sogar stark.

Die Erste Beigeordnete Beate Lehmann versuchte gestern in Vertretung von Spiske die Wogen zu glätten. Das Ganze sei "äußerst bedauerlich". Es werde Gespräche mit der Rathausspitze geben. Die Verwaltung wolle nicht auf den Sachverstand der AG verzichten. Der bürgerschaftliche Antrieb zu dem Thema sie "zwingend erforderlich".

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 05.07.2014

Jörg ter Vehn

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