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Markranstädt AG fordert: Ruhe vor Verkehrslärm neu beantragen
Region Markranstädt AG fordert: Ruhe vor Verkehrslärm neu beantragen
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08:00 03.01.2018
In der Zwenkauer Straße in Markranstädt wird Tempo 30 mit einem Blitzer kontrolliert – in beiden Richtungen. Quelle: Jörg ter Vehn
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Markranstädt

Wie schnell die Zeit vergeht: Ende dieses Jahres endet die Befristung für die Tempo-30-Zonen in der Markranstädter Ortsmitte. Burkhard Schmidt von der AG Verkehrslärm mahnt, die Verlängerung zu beantragen.

Seit Mitte Oktober 2014 galt die Anordnung aus dem Landkreis für Teile der B 186 und der B 87, die sich mitten in der Stadt treffen. Von Anfang war die Geschwindigkeitsbeschränkung befristetet worden bis zum 31. Dezember 2018. Hintergrund: Bis dahin haben Anwohner Zeit, so genannten passiven Lärmschutz an ihren Häusern entlang der Durchfahrtstraße zu beantragen und zu installieren. Die Hausbesitzer seien eigens dafür über das Angebot vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) angeschrieben worden, erklärt Schmidt.

„Bis zur Eröffnung der geplanten Umgehungsstraße wäre es aber politisch korrekt, wenn man es bei der Geschwindigkeitsbeschränkung belässt“, findet er. Denn wie Schmidt haben viele Zweifel, ob der avisierte passive Lärmschutz – also höherwertige Fenster, die geschlossen bleiben sollten, gegebenenfalls in Verbindung mit Lüftern für Schlafzimmer – auch die versprochene Wirkung zeigt. „Das sollte man mal überprüfen“, findet er. Von vornherein weniger Lärm zu machen, sei sicher die einfachere Lösung.

Mit Bauamtsleiter Sven Pleße habe er sich schon getroffen, auch alle Ratsfraktionen angeschrieben, so Schmidt, der als Sprecher der AG Verkehrslärm fungiert. „Anfang des Jahres soll es ein Treffen mit dem Rathaus geben, wo wir einen Fahrplan ausarbeiten, dass die Befristung aufgehoben wird.“ Schmidt, auf dessen hartnäckiges Drängen schon 2014 die Anordnung erlassen wurde, weiß: „Spätestens bis März muss der Antrag raus.“

Mehr als 600 Bewohner gelten in Markranstädt als gesundheitlich gefährdet durch Verkehrslärm. Das ergab die Lärmkartierung. Die Notwendigkeit einer Umgehungsstraße ist von der Regierung anerkannt, das Vorhaben in den Bundesverkehrwegeplan aufgenommen worden. Die Umsetzung kann trotzdem zehn Jahre dauern, wird eingeschätzt.

Von Jörg ter Vehn

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