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Markranstädt Abellio eröffnet Mobilitätszentrale am Markranstädter Bahnhof
Region Markranstädt Abellio eröffnet Mobilitätszentrale am Markranstädter Bahnhof
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00:27 18.12.2015
Oliver Mietzsch, Beate Lehmann, Dirk Ballerstein, Jörg Kunsleben und Alexander Koch (v.r.) mit der Schlüsseltorte im neuen Mobilitätszentrum. Quelle: André Kempner
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Markranstädt

Ganz zentral am Bahnhof und Busbahnhof gelegen wurde gestern mit einem Festakt parallel zum Start des privatisierten Saale-Thüringen-Südharz-Netzes eine von vier Mobilitätszentralen der Abellio Rail Mitteldeutschland eröffnet. In den letzten Tagen noch wurde mit Hochdruck am schmucken Bau gearbeitet, jetzt warten bestens geschulte Service-Mitarbeiter auf Kundschaft.

In den letzten Tagen wurden in Erfurt, Halle und Leipzig drei weitere Mobilitätszentren eingeweiht. „Sie verbessern den Zugang zu unseren Kunden“, sagte Abellio-Geschäftsführer Dirk Ballerstein. „Unser Netz hat sich enorm vergrößert, wir sind auf zehn Linien für 8,5 Millionen Reisende zwischen Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Hessen und Niedersachsen verantwortlich.“ Man wolle weit mehr, als nur Fahrkarten verkaufen.

Markranstädts erste Beigeordnete Beate Lehmann freute sich in Vertretung von Bürgermeister Jens Spiske über die gelungene symbolische Schlüsselübergabe. „Wir hatten in jeder Phase kompetente Ansprechpartner. Projektleiter Alexander Koch hat alles brillant begleitet“, lobte sie. Herausforderungen, wie die Auflagen des Denkmalschutzes, wurden gemeinsam gemeistert. Zwischen dem historischen Kaiserlichen Postamt, dem modernen Sportzentrum und dem Bahnhof passe der attraktive Neubau hervorragend ins Ambiente. Statt eines industriellen Containerbaus leisteten ortsansässige Handwerker rundum gelungene Arbeit.

„Zur großen Freude unserer Bevölkerung wollen wir hier gemeinsam eine kleine Tourismuszentrale wachsen lassen“, blickt Lehmann in die Zukunft. Fahrrad- oder E-Bike Verleih, Car-Sharing und Ticketverkauf sind angedacht, auch Service-Leistungen des Tourismusvereins könnten als weitere Glieder einer langen Mobilitätskette übernommen werden. „Im Rathaus würden wir uns dann auf unser Kerngeschäft, Verwaltung und Bürgerbelange konzentrieren“, so Lehmann. „Wir nehmen das Gesamtpaket, das uns versprochen wurde, dankend an.“ Immerhin sei die Mobilitätszentrale 68 Stunden lang in der Woche mit auskunftsfreudigem Personal besetzt, das Rathaus käme lediglich auf etwas über 30 Stunden.

„Wir haben mit der Ausschreibung und Vergabe offenbar ein gutes Händchen bewiesen“, bemerkte Oliver Mietzsch vom Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL). Der Bahnhof sei das Einfallstor zur Stadt. Als Zweckverband, der die Kommunen unterstütze, könne man im Dienste der Reisenden noch weitergehende, den Service verbessernde Lösungen finden.

Ein funkelnagelneuer Ticketautomat steht als digitaler Kundenberater zur Verfügung, wenn doch einmal geschlossen ist. „Wohin, wie viele, Erwachsener oder Kind, mehr muss man nicht mehr wissen“, erläuterte Vertriebs-Chef Jörg Kunsleben die einfache Bedienung.

Trotz aller Zufriedenheit über die positive Resonanz bleiben zwei Wünsche in Markranstädt für die Zukunft offen: „Wir hoffen, dass sich die gestiegene Attraktivität in den Fahrgastzahlen niederschlägt, sich die Taktzeiten der Züge von einer auf eine halbe Stunde verringern und dass die Deutsche Bahn dann den Zugang zu den Bahnsteigen behindertengerecht mit einem Aufzug ausbaut“, so Lehmann.

Von Gislinde Redepenning

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