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Markranstädt Abenteuer beginnt vor der Haustür am Kulkwitzer See
Region Markranstädt Abenteuer beginnt vor der Haustür am Kulkwitzer See
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16:11 19.05.2015
uf dem Gelände von "Ab ans Ufer" hat der Erlebnispädagoge Stephan Riedel zusammen mit seinem Geschäftspartner David Weide Terrasse und Gastronomiebereich komplett in Eigenarbeit gebaut. Das Areal ist ein Abenteuerspielplatz für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Quelle: André Kempner

Sie haben am Kulkwitzer See ein Areal geschaffen, auf dem Abenteurer jeden Alters auf ihre Kosten kommen.

Schatzsuchen nach Piratenmanier, Verleih von Kanus und Kajaks, Klettertouren in den Baumwipfeln und anschließendes Grillen auf der nagelneuen Terrasse sind einige der Bausteine, die an den See locken. Neben dem Kanuverein hat sich "Ab ans Ufer" schon vor zwei Jahren angesiedelt. Besonders Kinder- und Jugendgruppen kommen hierher, um zwei oder drei Stunden lang einen Schatz zu suchen. Und dabei wird alles mit einbezogen, was die Natur hergibt. "Hinweise sind oft auf dem See versteckt, andere in Rohren, die ihre Tücken haben, und wieder andere im Wald", erzählt Riedel.

Wer allerdings denkt, das alles sei problemlos zu lösen, irrt gewaltig. Um die Hinweise auf dem See zu finden, müssen die Jugendlichen in zwei Gruppen zunächst einmal ein eigenes Floß bauen. Um die nächsten Koordinaten zu bekommen, muss ein Rohr, auf dessen Boden der Hinweis liegt, mit Wasser gefüllt werden. Allerdings hat das Rohr etliche Löcher. Je nach Alter ist die Suche unterschiedlich kompliziert.

"Wir lassen die Gruppen erst einmal machen und greifen nur ein, wenn es wirklich nicht weitergeht", erklärt Riedel das Konzept. Es gehe darum, dass alle zusammenarbeiten, nur so sei der Schatz zu finden. Das stärke den Respekt und das Miteinander in der Gruppe. Und das Konzept scheint aufzugehen: Waren es 2011 vier und 2012 zwölf Gruppen, sind es in diesem Jahr schon über 50 Teams. Oft kämen gerade zum Schulbeginn fünfte und sechste Klassen. Der Tag und die gemeinsamen Denkaufgaben helfen, "dass aus der Klasse eine gut funktionierende Gruppe wird". Da würden dann auch mal "Klassenchefs" erkennen, dass ihre Methoden überhaupt nicht umsetzbar sind, und diejenigen die beste Idee haben, die sonst nicht ernst genommen werden. Die Kinder müssten selbst überdenken, ob ihr Handeln zielführend ist.

Vom Wasser geht es in den Wald, für den Riedel und Weide eine mobile Klettertour entwickelt haben, die auf- und abgebaut werden kann. Immer mit dabei, ob zu Wasser oder zu Lande, sind Kanu- und Klettertrainer. Riedel und Weide bieten die Erlebnistouren auch für Kindergeburtstage, Vereine und Firmen an. Auch Paare sind willkommen. Sie können den See per Kanu oder Solarboot erkunden und anschließend auf der neuen Terrasse essen und trinken. In diesen Tagen erst ist die Terrasse fertig geworden. 16 Tonnen Holz und 50 000 Nägel wurden verbaut - und das alles in Eigenregie und mit Eigenmitteln.

Bei der Gastronomie legen Riedel und Weide viel Wert auf Nachhaltigkeit. Getränke und Essen sind fair gehandelt und oft von regionalen Anbietern. Auch für Familiensport ist gesorgt. Neben dem Trampolin gibt es eine Slackline und einen kleinen Strand für die Gäste. Eine Kletterwand ist derzeit in Arbeit.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 15.08.2013

Julia Tonne

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