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Aller guten MAFs sind drei

Aller guten MAFs sind drei

Nicht viele Beschlüsse werden in Zeiten der Bürgermeisterwahl im Stadtrat Markranstädt noch einstimmig gefasst. Dieser schon: Die Stadt kauft einen stadtgeschichtlich wichtigen Oldtimer.

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Ein Stück Industriegeschichte: Uwe Bratfisch (links) und Martin Freund restaurieren das Schätzchen für die Stadt Markranstädt.

Quelle: André Kempner

Markranstädt. Zur jüngsten Stadtratssitzung hatte der rührige Oldtimerverein das Objekt der Begierde auf einem Hänger mitgebracht und den Räten zur Besichtigung hingestellt. Der MAF G 8 aus dem Baujahr 1914 sei größer als die bisher angeschafften MAFs, hieß es. Zwei der in der früheren Markranstädter Automobilfabrik (MAF) hergestellten Wagen besitzt die Stadt bereits. In einem kutschierte unlängst Bürgermeisterin Carina Radon (CDU) Parteifreund und Ministerpräsident Stanislaw Tillich durchs Ländle (die LVZ berichtete). Insgesamt elf MAFs sollen nach Recherchen des Oldtimervereins überhaupt weltweit noch existieren. Zwei befinden sich davon im Privatbesitz in Frankenheim.

Der Oldtimerverein habe nun die Gelegenheit, den teilrestaurierten Wagen zum angemessenen Preis von 23 000 Euro zu erwerben, warb Radon für den Ankauf aus Gründen der Traditionspflege. Der Verein werde auch die Kosten für die Sanierung sowie für Wartung und Pflege mit Hilfe von Sponsoren übernehmen.

Auch Kämmerer Torsten Oschmann hatte nichts gegen den Kauf einzuwenden: Die Anschaffung könne als „nachhaltig wertbeständig“ angesehen werden, meinte er. Grund: Der Oldtimer gelte als historisches Kulturgut, das in der Bilanz nicht abgeschrieben werden muss. Mit Applaus bedachten die Stadträte die einstimmige Entscheidung für das Automobil „Made in Markranstädt.

MAFs waren weit verbreitet. Sie seien auch in den früheren deutschen Kolonien wie dem heutigen Namibia gefahren, erzählte gestern der 2. Vorsitzende des Oldtimervereins, Martin Freund. Dieser Wagen stamme aber von einem Oldtimerfreund aus Wittenberg, der bislang nicht verkaufen wollte, aber nun seine Meinung geändert habe. Der G 8 mit einem Radstand von 2,95 Metern sei für sechs Personen gedacht gewesen und habe eine 2,5-Liter-Maschine mit 25 PS. Fahrwerk, Motor und Getriebe seien gemacht, „aber es bleibt noch genug für uns zu tun“, so Freund.

Jörg ter Vehn

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