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Markranstädt Altes Gerätehaus der Feuerwehr Markranstädt erhält Energiespar-Kur
Region Markranstädt Altes Gerätehaus der Feuerwehr Markranstädt erhält Energiespar-Kur
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08:00 25.10.2017
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Markranstädt

Das altehrwürdige Feuerwehrgerätehaus am Promenadenring in Markranstädt soll eine Kur erhalten. Hintergrund ist der hohe Energieverbrauch des Hauses, das aus Zeiten stammt, da die Kosten für Energie noch kein Thema waren. Montagabend wurde im Technischen Ausschuss kurz über die Genesung des Hauses gesprochen.

„Erhebliche energetische Schwachstellen“ seien im Vorjahr bei einer Begehung des Hauses an der Hülle selbst sowie an den technischen Anlagen ermittelt worden, so das Rathaus in seiner Begründung. Da sei die Heizungsanlage aus dem Baujahr 1992, die ihre maximale Lebensdauer erreicht habe; und da seien Schwachstellen bei der Dämmung vorwiegend der Ostfassade und bei der Dichtheit der alten Holztore. Durch die Tore der alten Fahrzeughalle gelangten „erhebliche Wärmemengen ungehindert“ nach draußen, listet der Bericht auf. Da das Haus funktionsfähig bleiben müsse für den Brandschutz der Stadt, werde eine energetische Sanierung als „dringend notwendig“ erachtet. 54 000 Euro aus im Vorjahr nicht abgerufenen Mitteln für den Unterhalt kommunaler Gebäude stünden zur Verfügung, heißt es.

Das Rathaus beauftragte das Ingenieurbüro Seecon, Vorschläge für die Sanierung zu erarbeiten. Das schlug vor, die Ostfassade in Abstimmung mit dem Denkmalschutz zu dämmen und den alten Heizkessel gegen eine moderne Gas-Brennwerttherme auszutauschen. Heizungsrohre im Haus sollten gedämmt, das Hintergebäude von der Warmwasserversorgung durch das Haupthaus getrennt und dort Durchlauferhitzer installiert werden. Die denkmalgeschützten Außentore sollten bleiben, dahinter aber moderne Sektionaltore eingebaut werden. Last but not least könnten auch die Außentüren gegen neue getauscht werden, schlugen die Seecon-Ingenieure vor.

Nach ihren Berechnungen können so rund 23 Prozent Energie eingespart, entsprechend Energiekosten jährlich eingespart werden. Nach sechs Jahren hätten sich die Ausgaben für die Sanierung wieder amortisiert, rechnen die Planer vor.

Die Wehrleitung von Markranstädt stimmte Ende September der Energiespar-Kur zu, der Technische Ausschuss erhielt am Montagabend die Umbauplänen zur Kenntnis. In der 45. Kalenderwoche, also Anfang November, soll es mit der Erneuerung der Heizung losgehen.

Die Freiwillige Feuerwehr Markranstädt wurde 1867 als „Löschkompagnie“ gegründet, hat in diesem Jahr ihren 150. Geburtstag gefeiert. Das Gerätehaus selber wurde 1899/1900 gebaut, danach dreimal ertüchtigt, nämlich 1938, 1952 und 1989. Als Gerätehaus dient es nur noch bedingt. Längst ist es zu klein geworden für den modernen Fuhrpark der stolzen Wehr. So stehen die Einsatzfahrzeuge in der gegenüberliegenden großen Fahrzeughalle.

Von Jörg ter Vehn

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