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Amtsantritt pünktlich 8.30 Uhr - jedoch mehr als ein Jahr verspätet

Amtsantritt pünktlich 8.30 Uhr - jedoch mehr als ein Jahr verspätet

Gespräche, Besuche, Aktenstudium: Das bestimmt nach eigenen Aussagen die nächsten Tage von Markranstädts neuem Bürgermeister Jens Spiske (Freie Wähler Markranstädt).

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Markranstädts Bürgermeister Jens Spiske tritt sein Amt an.

Quelle: André Kempner

Seit gestern 8.30 Uhr ist er im Amt, nach mehr als einem Jahr gerichtlich verordneter Wartezeit.

Dass am Dienstagabend die Freien Wähler mit Freunden im "Filmriss" ihren juristischen Sieg feierten, war Spiske am Donnerstag früh nicht mehr anzusehen. Im dunkelgrauen Anzug, mit Binder und frisiertem Haar trat er seinen Dienst im Rathaus an. Das Bürgermeisterzimmer 105 mit seinem hellgrünen Fußbodenbelag und der grau-silbernen Einrichtung empfand er als "sehr sachlich, sehr kühl", wie er meinte. Aber an der Einrichtung seiner Vorgängerin Carina Radon (CDU) will er erst mal nichts ändern. Im öffentlichen Dienst müsse gespart werden, er sei es auch gewohnt mit dem auszukommen, was er vorfinde. Spiske war als Bundeswehrarzt sowohl im Kosovo als auch in Afghanistan.

Einen Überblick verschaffen wolle er sich zunächst mit der Ersten Beigeordneten Beate Lehmann und mit ihr bereden, wie in den nächsten Tagen und Wochen vorgegangen werden soll. "Ich will mich in die offenen Vorgänge einarbeiten", sagte er. Nicht zuletzt gebe es nächste Woche schon die ersten beiden Ausschusssitzungen.

Den Ältestenrat wolle er schnellstens einberufen und den Stadträten für ihre Arbeit in der Übergangszeit danken. Wie berichtet, hatten die Fraktionsvorsitzenden, der Stellvertretende Bürgermeister und die Erste Beigeordnete in Markranstädt die Geschäfte geführt, während vor den Gerichten um die Bürgermeisterwahl gestritten wurde.

"Ich werde in den nächsten Wochen viele Gespräche führen". kündigte der 48-Jährige gestern an. Er wolle der Kunst des Miteinander-Redens und des Aufeinander-Zugehens wieder Bedeutung verschaffen, mit den verschiedenen Parteien und Interessengruppe ins Gespräch kommen. Natürlich werde er auch eine Reihe von Antrittsbesuchen beim Kreis und seinen Amtskollegen in der Nachbarschaft unternehmen.

"Und auch wenn es keiner mehr hören mag: Ich möchte herausfinden, was am Westufer des Kulkwitzer Sees noch alles aufzuarbeiten ist", sagte er. Da gebe es noch eine Reihe von Unklarheiten, etwa zur Rolle des dortigen Zweckverbandes und der Baugrundstücke. "Wem gehört was, wer muss was wo einbringen?", nannte er einige Fragen. Wie berichtet, gibt es durch eine Änderung der Flächenzuständigkeiten vor einigen Jahren Zwist zwischen Leipzig und Markranstädt. Spiske: "Das ist etwas undurchsichtig".

Bei den Finanzen wolle er die Schulden reduzieren und schauen, was sich die Stadt leisten kann. Markranstädt sei keine Großstadt, eher klein und kuschelig. Die Bürger müssten sich mit den Maßnahmen identifizieren können. Da sei auch das Schlagloch vor dem Haus von Bürger X wichtig, nicht nur das Großprojekt.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 22.11.2013
Jörg ter Vehn

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