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Markranstädt Aufruf zum Markranstädter Dialog: "Unsere Antworten liegen hier"
Region Markranstädt Aufruf zum Markranstädter Dialog: "Unsere Antworten liegen hier"
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23:59 15.01.2015

"Wir fordern dazu auf, sich den Fragen hier vor Ort zu stellen - mit den Menschen, die hier leben", heißt es in dem im Internet verbreiteten Aufruf. Schließlich gebe es auch in Markranstädt Muslime, Christen, Buddhisten und Atheisten. Und es gebe viele Menschen, die mit Pegida symphatisieren. "Warum nicht jetzt reden, sondern erst warten, bis sich die eine oder andere Gruppe untergebuttert und provoziert fühlt und dann vielleicht Margida gründet?", heißt es im Aufruf zum "Markranstädter Dialog". Unter der Abkürzung Pegida hatte sich vor Wochen zunächst in Dresden "Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes" versammelt. Inzwischen sind es Zehntausende. Seit dieser Woche marschieren auch in Leipzig Gesinnungsgenossen als "Legida". Und weitaus mehr demonstrieren dagegen.

Vorgeschlagen wird in dem Aufruf, eine Veranstaltung mit Frank Richter am nächsten Dienstag 18 Uhr als Auftakt zu nutzen. Richter, wichtiger Akteur der friedlichen Revolution vom Herbst 89 in Leipzig und heute Direktor der Sächsischen Landeszentrale für Politische Bildung, spricht über "Die Freiheit, sich entscheiden zu können, ist der Zwang, sich entscheiden zu müssen". Er ist bereits zum dritten Mal Gast in Markranstädt, kennt sich aber auch aus mit der neu entstandenen Pegida-Bewegung und hatte vorige Woche einen Dialog damit in Gang gebracht.

"Lassen Sie uns diese Möglichkeit nutzen und miteinander ins Gespräch kommen", heißt es im Aufruf. "Wir müssen unsere Fragen, Sorgen und Ängste nicht in Leipzig präsentieren oder in Dresden zu Markte tragen. Wir leben hier, also liegen auch unsere Antworten hier."

Wie viel Zulauf die Idee bekommt, ist offen. Die Freien Wähler Markranstädt etwa unterstützen die Veranstaltung. Die Stadt kündigte gestern an, bei großem Interesse die Veranstaltung vom Lesecafé der Stadtbibliothek ins KuK zu verlegen. -tv

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 16.01.2015

Jörg ter Vehn

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