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Ausbau der Priesteblicher Straße spaltet Frankenheimer Bürger

Ortschaftsrat Ausbau der Priesteblicher Straße spaltet Frankenheimer Bürger

Die Schranke in der Priesteblicher Straße in Frankenheim als auch der mögliche Ausbau der Straße sorgen weiter für viel Zündstoff unter den Betroffenen. Ortsvorsteher Jens Schwertfeger (CDU) hatte es bei der letzten Sitzung des Ortschaftsrates am Dienstagabend nicht leicht, die erhitzten Gemüter im Zaum zu halten.

Die Schranke und der geplante Ausbau der Priesteblicher Straße spalten derzeit Frankenheim.

Quelle: Andre Kempner

Markranstädt. Die Schranke in der Priesteblicher Straße in Frankenheim als auch der mögliche Ausbau der Straße sorgen weiter für viel Zündstoff unter den Betroffenen. Ortsvorsteher Jens Schwertfeger (CDU) hatte es bei der letzten Sitzung des Ortschaftsrates am Dienstagabend nicht leicht, die erhitzten Gemüter im Zaum zu halten.

Dass Anwohner um ihre Ruhe fürchten und sich Eltern bei steigendem Verkehrsaufkommen um das Wohl ihrer Kinder sorgen, ist nicht nur in der Priesteblicher Straße ein Problem. Auf einem Teilstück der Schönauer Straße ringen die Ortsvertreter seit langem um einen verbreiterten Fußweg. Die Stadt Markranstädt schmetterte das Anliegen erst einmal ab.

„Das nehmen wir so nicht hin, wir wollen als gleichberechtigter Partner wahrgenommen werden und bleiben weiter am Ball“, versprach Schwertfeger. „Der Weg ist dort so schmal, dass ein Erwachsener nicht einmal ein Kind an die Hand nehmen kann.“ In der Ortslage Priesteblich selbst sind zufriedenstellende Lösungen für ein sicheres Überqueren der B 186 nicht in Sicht. Geschwindigkeitsmessungen brachten keinen Erfolg. Es werde darüber nachgedacht, die Bushaltestelle an den Ortsausgang in Richtung Dölzig zu verlegen und eine Querungsinsel einzurichten, so Schwertfeger.

Ganz besonders rumorte es im vollen Saal des Mehrzweckgebäudes, als die Bürgerinitiative Frankenheim Ellernwiesen (BI) ihr Anliegen vortrug. Sie kämpft für den Erhalt des dörflichen Charakters mit hohem Wohnwert und fürchtet unter anderem den Ausbau der Preisteblicher Straße als „Zubringerstraße zur Autobahn“. Schon jetzt werde Tempo 30 nicht eingehalten. Die Schranke sei entweder offen oder werde ständig umfahren.

Die Diskussion darüber, für die Schwertfeger die Satzung moderat auslegte und zusätzliche Redezeiten einräumte, verlief durchaus kontrovers. Alt-Frankenheimer, denen die Schranke ein Dorn im Auge ist, warfen ein, auch sie müssten nach der Erschließung des neuen Wohngebiets mehr Verkehr vor ihren Haustüren erdulden.

Die Befürchtung eines Wandels zur Schnellstraße wiegelte Schwertfeger ab. Geprüft werde auf Bestreben des Markranstädter Stadtrates und nach einer Ortsbegehung mit dem Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) ohnehin nur ein Minimalausbau, der nicht einmal einen komfortablen Begegnungsverkehr zulasse. Das sei also keine neue Erfindung des Ortschaftsrates, mit dem Thema beschäftige sich die Stadt seit Jahren. Bereits unter Bürgermeisterin Carina Radon wurde eine Neuordnung der Flurstücke festgelegt. Es müssten auch nicht, wie von der BI befürchtet, 80 Linden weichen, allenfalls 18 seien betroffen. Und es liege im Ermessen der Stadt, LKW-Verkehr zu unterbinden.

Derzeit werden verschiedene Varianten überprüft, erst wenn Bürgermeister Jens Spiske (Freie Wähler Markranstädt) alle Informationen bis hin zur Belastung des städtischen Haushalts zusammengetragen hat – avisiert ist Juni oder Juli –, will er sie vorstellen. Danach soll eine Befragung aller Bürger Frankenheims stattfinden. „Erst wenn alle Daten vorliegen, ist eine qualifizierte Entscheidungsfindung möglich“, betonte Schwertfeger.

„Wir wollen vor allem einen sicheren Ausbau für Fußgänger und Radfahrer, auch wenn das Ausweichbuchten für die Autos bedeutet“, fügte er hinzu. Sollte der Ausbau nicht möglich sein oder sollten sich die Bürger dagegen entscheiden, werde man dies selbstverständlich akzeptieren. „Aber wir werfen nicht beim Auftreten der ersten Schwierigkeiten das Handtuch. Erst einmal müssen alle Gegebenheiten geprüft werden“, machte Schwertfeger deutlich.

Von Gislinde Redepenning

Frankenheim Priesteblicher Straße 51.3323602 12.2363305
Frankenheim Priesteblicher Straße
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