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Markranstädt Ausbau läuft: Dörfer kommen über Vectoring ans schnelle Internet
Region Markranstädt Ausbau läuft: Dörfer kommen über Vectoring ans schnelle Internet
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07:00 12.10.2017
Ausbau für schnelleres Internet: Am Straßenrand wird ein Graben geschlitzt, das Kabel kommt hinein, alles wird wieder verschlossen, gepflastert – fertig. Quelle: A. Kempner
Markranstädt

Seit dieser Woche läuft der Ausbau des schnellen Internets in Großlehna und Altranstädt durch die Firma Inexio. Ein Sprecher bekräftigte am Mittwoch, dass auch die anderen Ortsteile der Stadt Markranstädt angeschlossen würden. Bis Ende November liefen die Tiefbauarbeiten im Vorfeld.

Insgesamt rund zwei Dutzend Technikstandorte müssten geschaffen, etwa 18 Kilometer Glasfaserkabel neu verlegt werden, erläuterte Sprecher Thomas Schommer. Zu Verzögerungen gegenüber früheren Ankündigungen sei es gekommen, weil es Schwierigkeiten gegeben habe, „eine vernünftige Tiefbaufirma“ für die Arbeiten zu finden. Aktuell wird unter anderem in der Paul-Groh-Straße in Großlehna gearbeitet, bis zum 27. Oktober komme es dort abschnittsweise zu Vollsperrungen, bittet das Rathaus um Verständnis.

Wie berichtet, nutzt die Firma Inexio das so genannte Vectoring-Verfahren. Dabei führen neue Glasfaserkabel bis zu den zentralen Schaltkästen in die Dörfer, neben denen Inexio seine Technikstandorte aufbaut. Dort wird das Signal technisch so aufbereitet, dass es störungsfrei vom Glasfaser- ins Kupferkabelnetz eingespeist werden kann. Übertragungsgeschwindigkeiten bis zu 100 Mbit seien möglich, erklärt Schommer. Was er nicht sagt, aber in der Technik begründet liegt: Die Übertragungsgeschwindigkeit nimmt mit der Entfernung der Haushalte vom Schaltkasten ab.

Im März hatte Inexio angekündigt, den Anschluss der Ortsteile Seebenisch, Thronitz, Kulkwitz, Gärnitz, Räpitz, Schkeitbar, Schkölen, Meyhen, Großlehna und Altranstädt umzusetzen. Danach gab es einige Informationsveranstaltungen – aber nichts Sichtbares geschah. Im Hintergrund sei dennoch weitergearbeitet worden, bittet Schommer um Verständnis. Die Firma aus Saarlouis erschließe bundesweit Ortsnetze fürs schnelle Internet.

Neu aufgenommen gegenüber den Plänen vom Frühjahr wurden zwischenzeitlich Frankenheim und Lindennaundorf, sowie Göhrenz/Albersdorf. In Frankenheim findet am 24. Oktober im dortigen Mehrzweckgebäude in der Priesteblicher Straße von 16 bis 19 Uhr eine Informationsveranstaltung für Interessierte statt, bei der über Verträge, Preise und Anschlüsse geredet werden kann. In Göhrenz/Albersdorf ist die tags drauf ebenfalls von 16 bis 19 Uhr im Schulungsraum der FFW Albersdorf.

Internetanschlüsse bietet die Firma über ihren Ableger Quix (www.myquix.de) an. Die Tarife beginnen bei 34,95 Euro pro Monat, reichen bis zum Paket DLS 100 000 für 59,95 Euro.

Über das Quix-Internetangebot ist auch eine Verfügbarkeit eines Anschlusses im jeweiligen Ort abzulesen. Danach wäre zum Beispiel Altranstädt am Schloss bereits ab dem November „versorgbar“. In Frankenheim hingegen dauert es noch bis März nächsten Jahres. Schommer will die „Quix-Termine“ nicht kommentieren, sagt jedoch, dass er noch keine genauen Anschlusstermine für die Gebiete nennen könne.

Von Jörg ter Vehn

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