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Markranstädt Ausbau schafft 24 neue Plätze im Zentrum von Markranstädt
Region Markranstädt Ausbau schafft 24 neue Plätze im Zentrum von Markranstädt
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14:26 19.05.2015
Spielzeit: Bürgermeister Jens Spiske und Sponsor Ursula Lehmann vom Möbelhaus Markranstädt in der neu eröffneten Kindrergruppe. Quelle: André Kempner

Mit Berit Zeltner wird eine "alte Bekannte" die Einrichtung führen. Die hatte lange in der Kita "Am Hoßgraben" gearbeitet, war zuletzt jedoch in der Awo-Geschäftstelle eingesetzt. "Jetzt geht es zurück zu den Kindern", freute sie sich auf ihre neue Herausforderung.

Wie berichtet, hatte die Stadt Markranstädt wegen knapper Kita-Plätze im Mai Geld locker gemacht, um in der bisherigen Kita-Außenstelle im Weißbach-Haus schnell zusätzliche Plätze zu schaffen. Möglich gemacht habe dies die Kooperation mit Volkshochschul-Direktor Ralph Egler, der vorgeschlagen habe, Angebote zu verlagern, so die Stadt dankbar.

Nach kleineren Umbauten vor allem für die Sicherheit der Kinder und der Abnahme durch das Jugendamt öffnete gestern die Erweiterung im Obergeschoss des Hauses. Dort stehen der Kita nun ein großer Gruppenraum, ein großer Spielflur für die Kinder, eine Garderobe, Toiletten sowie ein Zimmer für die Beschäftigten zusätzlich zur Verfügung.

Genutzt würde diese Erweiterung nun von 18 Kindern der Vorschulgruppe, so Tunsch. Dadurch sei in der Kita selbst wieder Platz für neue Kinder entstanden, der aber auch schon wieder vergeben sei. "Die neuen Plätze sind ein Tropfen auf den heißen Stein", sagte Tunsch. "Der Bedarf ist viel größer."

Das Defizit betrage 18 Krippen- und 65 Kindergartenplätze, so die Erste Beigeordnete Beate Lehmann. Wie berichtete, plant die Stadt deshalb den Bau einer neuen Kita am Jugendbegegnungszentrum nahe dem Stadion am Bad. Dazu gebe es nichts Neues, so Bürgermeister Jens Spiske (Freie Wähler Markranstädt), der gestern früh die erweiterte Kita aufsuchte. Die neuen Räume eröffneten die Möglichkeit, auch in Zukunft flexibel auf wechselnde Bedarfszahlen einzugehen, ließ er mitteilen. Lehmann hoffte, dass die neue Koalition in Dresden nun rasch die Bedingungen für den Fördermittelantrag klärt, damit mit dem Neubau begonnen werden könne.

Ein andere Lehmann machte den Kindern ebenfalls gestern ihre Aufwartung: Ursula Lehmann vom Möbelhaus Markranstädt schaute sich ebenfalls um, spielte mit den Kindern. Ihre Firma unterstützte die Kita, so Lehmann.

Wechselvolle Historie:

1873 von der Stadt als Schule mit Erweiterungsoption eröffnet, hat das heutige Weißbach-Haus in seiner Historie allerlei Änderungen erlebt. Das Gebäude wurde ab etwa 1900 gewerbliche Fortbildungsschule, später Berufsschule. Im Ersten Weltkrieg war es auch Polizeiamt und Lebensmittelkartenausgabestelle, 1925 entstand in einem Raum das erste Heimatmusem der Stadt. Die Berufsschule sei immer auch Ausweichquartier der Bürgerschule gewesen, so Stadthistorikerin Hannah Kämmer in einer Ausarbeitung.

Nach dem Ende als Berufschule im Jahr 2000 wurde das Weißbach-Haus später Hort und Kita-Außenstelle, dann zum heutigen Mehrgenerationenhaus mit Kita und Volkshochschule.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 18.11.2014
Jörg ter Vehn

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