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Markranstädt Ausbau von 360 Metern erspart Umweg von fast dem Zehnfachen
Region Markranstädt Ausbau von 360 Metern erspart Umweg von fast dem Zehnfachen
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13:59 19.05.2015
Ab hier ist das Benutzen verboten. Der Frankenheimer Ortschaftsrat will nun die Priesteblicher Straße ertüchtigen lassen, um lange Umwege zu sparen. Quelle: André Kempner

Einer befasst sich mit einem schon lange schwelenden Verkehrsproblem.

Der überfällige Gehwegbau in der Schönauer Straße, ein größerer Durchlass für den Graben unter der Bienitzstraße hindurch wegen der Hochwassergefahr - diese beiden Anträge hätten sie schon mal vorgelegt, so Ortsvorsteher Jens Schwertfeger (CDU). Nie sei dafür Geld dagewesen. Aber aufgeben will er trotzdem nicht. Schließlich stelle Frankenheim inzwischen mit fast 1500 Einwohnern ein Zehntel der Bevölkerung Markranstädts. "Man sollte die Leute in den Ortschaften daher nicht so an den Rand stellen", findet er.

Das starke Wachstum der Ortschaften in den vergangenen Jahren ist auch Thema des jüngsten Antrags. So fordern die Ortsräte jetzt, den Ausbau der Priesteblicher Straße zwischen Birkenallee und der Straße "An den Windmühlen" zu planen. Grund: Nach der Eingemeindung zu Markranstädt im Jahr 1996 liege die wirtschaftliche, schulische, sportliche und gesellschaftliche Zielausrichtung vieler Einwohner in der Kernstadt. Der Weg dahin ist jedoch lang, denn die vorhandene kürzere Straße ist offiziell nur ein landwirtschaftlicher Weg, Kraftfahrern sogar das Benutzen verboten. "Die Ertüchtigung dieses kurzen Teilstücks vermindert die Wegstrecke der Nutzer von maximal 3,6 Kilometer auf 360 Meter und somit auf ein Zehntel", so der Ortschaftsrat in seinem Antrag.

Der Ausbau der Wegebeziehungen zur Kernstadt sei Bestandteil des Eingemeindungsvertrages gewesen, erinnert Schwertfeger. Es sei aber natürlich nicht gewollt, aus der Priesteblicher Straße eine Autobahn oder Schwerlaststrecke zu machen. Sie solle lediglich zur "Straße mit minderer Verkehrsbelastung" ausgebaut werden, meint er. Also zu einer Art Erschließungsstraße der Anwohner.

Die nötigen Grundstücke seien im Rahmen der Flurneuordnung Frankenheim ohnehin schon von der Stadt erworben worden, weiß Schwertfeger, der auch im Stadtrat sitzt. Die Maßnahme trage zudem zu einem geringeren Energieverbrauch bei, entspreche so den energiepolitischen Zielen der Stadt. "Die Aufnahme der Planung stellt somit eine logische Fortführung der jahrelangen Bemühungen des Ortschaftsrates und der Einwohner dar", heißt es im Antrag.

Die Stadtverwaltung stehe den Anträgen der Ortschaftsräte "grundsätzlich positiv" gegenüber, nehme sie in die Haushaltsplanung auf und stelle sie den Stadträten zur Abstimmung vor, so das Rathaus gestern auf eine Anfrage. Der Ausbau der Priesteblicher Straße erscheine auch aus Verwaltungssicht notwendig, um den Erfordernissen der Bürgerinnen und Bürger Rechnung zu tragen. Wie bei allen Maßnahmen sei die Realisierung nur im Rahmen der finanziellen Mittel möglich.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 28.11.2014
Jörg ter Vehn

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