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Markranstädt Badesaison in Markranstädt gerettet
Region Markranstädt Badesaison in Markranstädt gerettet
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14:26 19.05.2015
Bereit für den Notfall: Der 20-jährige John Detzner springt für den erkrankten Rettungsschwimmer im Stadtbad Markranstädt ein. Quelle: André Kempner

Die Hauptrolle aber spielt das gute, alte Stadtbad an der Weststraße. Was könnte es nicht alles für Geschichten erzählen - eine würde vielleicht davon handeln, wie Badegäste samt Schwimmsachen vor verschlossener Tür stehen, wenn es nicht eine gute Wende gegeben hätte.

Was war passiert? Ein Rettungsschwimmer des Stadtbades wurde in einen Unfall verwickelt, damit war die Sicherheit während der Saison nicht mehr gewährleistet. Ohne genügend gut ausgebildete Rettungsschwimmer hätte die Stadt Markranstädt den Badebetrieb möglicherweise nicht mehr gestatten können. Zum Glück erinnerte sich die Stadtverwaltung an einen Azubi in ihren Reihen: John Detzner. Der 20-Jährige engagiert sich nicht nur bei der Aktiven Jugend Markranstädt, er ist auch begeisterter Freizeitsportler, der schon an zahlreichen Wettkämpfe teilgenommen hat. Vielleicht kann er sich zum Rettungsschwimmer ausbilden lassen?

"Na klar! - kann ich das", sagte John. "Das Bad und seine schöne Anlage müssen erhalten bleiben." Hier habe er als Schüler schon seine Bahnen gezogen und auch heute noch kommen Junge und Ältere - Kita- und Schulkinder, Vereins- und Freizeitsportler aus allen Markranstädter Ortsteilen gern ins Stadtbad. Also entschied sich John kurzfristig für eine Ausbildung zum Rettungsschwimmer bei der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Leipzig. Kein Problem, dass zeitgleich die Abschlussprüfungen zum Verwaltungsfachwirt bewältigt werden mussten.

Da lerne ich eben doppelt, dachte sich der 20-Jährige und büffelte alles Theoretische rund um das Deutsche Rettungsschwimmabzeichen. Kein Thema sei die Praxis mit den verschiedenen Schwimmtechniken gewesen - schließlich war er fast zehn Jahre im Schwimmverein Miltitz aktiv. Und so kam der Prüfungstag heran: "Alle Schwimmarten waren gefordert, dazu Strecken- und Tieftauchen oder Transportschwimmen", zählt der Markranstädter nur einige Übungen auf. Auch Rettungsgriffe und die Herz-Lungen-Wiederbelebung mussten vorgeführt werden und wurden bestanden.

Inzwischen steht John schon seit einigen Tagen am Beckenrand, sitzt gemeinsam mit Schwimmmeister Manfred Blancke nahe dem Eingang - "von wo aus wir das Becken super im Blick haben" - oder er begrüßt Badegäste. Jetzt, in den Ferien, sind Antony, Julien, Lukas, Salvatore, Jonas - Jungs zwischen acht und 13 Jahren - fast täglich im kühlen Nass. Was sonst noch schön sei im Stadtbad? "Der Turm, die Rutsche. Alles. Hier haben wir Spaß." Rettungsaktion Stadtbad gelungen!

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 09.08.2014
Ingrid Hildebrandt

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