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Markranstädt Barrierefreie Hilfen am Kulki in Sicht
Region Markranstädt Barrierefreie Hilfen am Kulki in Sicht
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07:00 10.12.2016
Total verschlammt: der Albersdorfer Nordteich soll saniert werden. Quelle: Jörg ter Vehn
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Markranstädt

Teiche, Toiletten und Theater: In Markranstädt tagte wieder der Stadtrat. Das Wichtigste in Kürze:

– Die Stadt soll Fördermittel aus dem Programm Barrierefreies Bauen („Lieblingsplätze für alle“) beantragen, um am Westufer des Kulkwitzer Sees nahe der Baderampe im nächsten Jahr Toilette samt Umkleidemöglichkeit zu errichten. Der Beschluss erging einstimmig, Stadtrat Eddy Donat (FWM) enthielt sich. Er sah in dem Eilantrag von Stadträten der CDU und SPD einen „Schnellschuss“, wollte lieber die von seiner Fraktion angeschobene Diskussion zur Aufwertung des Westufers abwarten, in Ruhe entscheiden. Jens Schwertfeger (CDU) sagte, das Thema sei seit langem bekannt. Auch mit den bis 2020 geplanten Toiletten bei der Gastronomie von „Ab ans Ufer“ bleibe das Problem, denn es seien 140 Meter von dort bis zur Rampe. Nach den Anstrengungen für Behinderte an der Rampe halte er das nicht für sinnvoll und zumutbar. Rosel Glöckner SPD) pflichtete ihm bei: „Worauf warten wir noch? Das versteht kein Mensch mit Behinderung.“ Lutz Gatter vom Aktionskreis „Barrierefreies Markranstädt“, selbst Rollstuhlfahrer, erläuterte, er weise seit drei Jahren auf das Problem hin. Kirsten Geppert (FWM) schlug vor, die für die Stadt zu erwartenden Betriebskosten der WC/Umkleide-Anlage doch zu verrechnen mit einem Zuschuss fürs vorzeitige Bauen von barrierefreien Toiletten bei „Ab ans Ufer“. Micha Unverricht (CDU) mahnte, die Fördermittel jetzt abzugreifen. „Sonst ist die Saison 2017 da und wir haben immer noch nichts.“ In fünf Jahren, nach Ablauf der Bindefrist des Zuschusses, könne ja erneut geschaut, vielleicht eine bessere Lösung gefunden werden. Angedacht ist jetzt eine Lösung aus zwei verkleideten Containern, ähnlich denen am Störmthaler See.

– Über das „Investitionskraftstärkungsgesetz“ sollen vier neue Klassenräume fürs Gymnasium möglichst über der benachbarten August-Bebel-Halle gebaut sowie die Dorfteiche von Albersdorf (Nord und Süd), Seebenisch und Schkölen saniert werden. Die Stadträte nahmen die Projekte ins Investitionsprogramm auf, um Fördermittel beantragen zu können. Ingrid Barche, Ortschefin von Göhrenz/Albersdorf, sah „Gefahr in Verzug“ beim südlichen Albersdorfer Teich. Der sei total verschlammt, könne nicht erst wie geplant 2019/2020 drankommen.

– Für Ärger sorgte der erkrankte Bürgermeister Jens Spiske, der von der Ersten Beigeordneten Beate Lehmann vertreten wurde. Er ließ sie zum Akteneinsichtsausschuss zu den Mehrkosten beim Grundschul-Anbau mitteilen, die Stadt könne ihren Teil der Informationen nicht herausgeben, weil die Räte ihrerseits Fragen der Stadt nicht beantworten würden. „Die kamen doch erst gestern“, erregte sich Schwertfeger. Volker Kirschner (CDU) fand den Umgang Spiskes mit den Räten „nicht rechtens“. Der Ausschuss (die LVZ berichtete) hatte schwerwiegende Mängel bei der Abwicklung des Baus seitens der Stadt und des Architekturbüro aufgedeckt, drängt seitdem auf Antworten.

Von Jörg ter Vehn

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