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Markranstädt Bauen am Kulki - alte Fragen kommen hoch
Region Markranstädt Bauen am Kulki - alte Fragen kommen hoch
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14:03 19.05.2015

"Erstaunt" sei er, so Stadtrat Heiko Küster (Linke), über die Maklerprovision für 2014 an die Markranstädter Bau- und Wohnungsverwaltungsgesellschaft (MBWV). Dies reduziere den Erlös für die Stadt, widerspreche damit dem, was die Stadt mit dem Verkauf bezweckt habe. Hintergrund: Die Linke hatte wiederholt moniert, dass die Grundstücke teils unter dem avisierten Preis von 200 Euro pro Quadratmeter veräußert wurden. Volker Kirschner (CDU), Aufsichtsratsvorsitzender der MBWV, erklärte, die Summe klinge zwar nach viel, dem stünden aber hohe Marketingausgaben entgegen. Außerdem könne mit den Erlösen die stadteigene MBWV investieren. Die 1. Beigeordnete Beate Lehmann erinnerte, dass mit dem Provisionsbeschluss die Stadträte die Käufer nicht noch weiter belasten wollten. Heike Kunzemann (Linke): "Das mindert den Erlös für die Stadt." Sie hätten den Beschluss damals nicht unterstützt, würden das auch weiterhin nicht tun. Gegen die Stimmen der Linken wurden die Provision beschlossen und drei weitere Grundstücke verkauft - zum avisierten Preis.

Seit 2012 verkauft sein sollte die 2100 Quadratmeter große Parzelle 14. Doch dazu kam es nie, stattdessen legte die Stadt eine Vorlage vor, den Beschluss wieder aufzuheben. Offenbar habe das Kaufangebot nur mündlich vorgelegen, so Bürgermeister Jens Spiske (Freie Wähler). Küster reklamierte, es sei immer von einem schriftlichen Angebot die Rede gewesen, der Stadtrat also hinters Licht geführt worden. Jetzt entstehe womöglich ein Schaden, um das sehr große Grundstück noch veräußern zu können. Er finde das "skandalös". Hintergrund: Viele Bauflächen am See wurden geteilt, um sie besser verkaufen zu können.

Spiske verwahrte sich. Es habe keine Nachfrage gegeben. Ein Schaden entstehe höchstens, wenn der Beschluss nicht aufgehoben, das Grundstück nicht verkauft werden könne. Ronald Gängel (Linke) erinnerte, "zigmal" nach dem Verkauf der Parzelle gefragt zu haben. Er bestehe auf einer chronologischen Aufstellung der Verkäufe. Immerhin sei mit dem Verkauf dieser ersten Parzelle und einer weiteren das Bürgerbegehren zur Bebauung am See abgeschmettert worden. Und jetzt sei eines davon bis heute nicht veräußert. Rosel Glöckner (SPD), eine der Sprecherinnen der damaligen Bürgerinitiative: "Das stößt mir bitter auf." Sie sprach von einer "getürkten Sache". Kirschner erwiderte: "Ohne Moos nichts los. Ohne den Verkauf der Flächen hätte ich mehr Bauchschmerzen bei der Entwicklung der Stadt." Kirsten Geppert (FWM) beantragte schließlich, den Beschluss bis zum nächsten Stadtrat zurückzustellen, wenn eine schriftliche Absage des damaligen Kaufinteressenten vorliege. Die gab es nämlich bislang nur mündlich. Mit großer Mehrheit wurde dem Antrag zugestimmt, der Beschluss verschoben.

Beschlossen wurde hingegen eine zusätzliche Ausgabe in Höhe von 16 000 Euro für die Fertigstellung der Werkräume im Keller der Oberschule.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom ..
Jörg ter Vehn

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