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Markranstädt Baustelle mit vielen Steinen
Region Markranstädt Baustelle mit vielen Steinen
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17:06 10.12.2009
Markranstädt

  Denn auf Markranstädts lange verlassenem Gelände in der Zwenkauer Straße 98 hat sich seit September schon einiges getan. Wie berichtet, können sich dort jene Heranwachsenden einen Treff aufbauen, die sich vom Angebot des Jugendclubs der Stadt nicht angesprochen fühlen. Das Areal ist 28 000 Quadratmeter groß und verfügt sogar über einen See. Die Stadtverwaltung hat es dem Verein unbegrenzt überlassen. Tonnen alter Pflastersteine lagen dort bislang überall verteilt herum. Abgestellt worden sei all das, womit man nicht recht wusste, wohin, berichtet Lüer. „Zum Aufbau des Treffs nutzen wir all das, was wir hier vorfinden“, erzählt er. Konturen der gewünschten Struktur sind erkennbar: So ist bereits ein kleines Amphitheater aus flachen Steinen begonnen, Wälle sind errichtet worden, ein Beachfußball- und Volleyballplatz wird gerade vorbereitet. „Wir sprechen die Zielgruppe zwischen 18 und 25 an, die nach 20 Uhr sonst nirgendwo bleiben kann“, sagt der Vorstandsvorsitzende Lüer, der sich um schwierige Jugendliche kümmert. Denen will er 200 bis 300 Quadratmeter Fläche und einen alten Container zum Ausbauen als Rückzugsort überlassen. „Da können sie jederzeit hin und müssen sich ihre eigenen Regeln aufstellen, die allgemeinen aber auch einhalten“, erläutert Lüer das Konzept. Zwei Gruppen gibt es schon, die in dem mit Wald und Steinhaufen ausgestatteten Gelände Vorarbeiten ausführen. Mit bis zu drei weiteren rechnet er. Erreicht werden sollen so auch jene jungen Menschen, die auf dem Markt viele Markranstädter stören, wenn sie dort Alkohol trinken und auch mal gegen die Kirche urinieren. Initiiert hatte das Projekt aus diesem Grund Bürgermeisterin Carina Radon (CDU), die sich hilfesuchend an Lüer wandte. Der hat sich unter seine Zielgruppe gemischt und will jetzt für das Projekt trommeln. „Alle weiteren des Vereins laufen weiter“, versichert er. In Markranstädt plant er zudem eine verschlungene Mountainbikestrecke, die einmal pro Woche auch per Motorrad durch das Terrain führen soll. Für die benachbarte Kita „Am Hoßgraben“ entsteht eine Farm mit Tieren. Zurzeit helfen dort Ehrenamtliche und junge Menschen, die gemeinnützige Arbeit verrichten. „Wer mit Arbeitskraft, Werkzeug oder Ideen unterstützen will, ist jederzeit willkommen“, sagt Lüer, der sich auch über den Rat von Meistern im Ruhestand freuen würde. Dass der Teile des Geländes weiterhin eine halbe Müllkippe sind, stört Lüer nicht. „Das muss immer eine Baustelle sein, wenn es fertig ist, wird ‘s langweilig“, meinte er salopp.

Kendra Reinhardt

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