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Markranstädt Beratungsstelle Durchblick eröffnet
Region Markranstädt Beratungsstelle Durchblick eröffnet
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18:20 02.03.2010
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. Im neuen Büro im ersten Stock wird Gerhild Landeck als langjährige Angestellte der Stadtverwaltung vor allem Hilfe zur Selbsthilfe geben und als Koordinator auf bestehende Angebote in Vereinen und Netzwerken verweisen.

60 Vertreter aus sozialen und kommunalen Einrichtungen, Vereinen und Gäste kamen zur Eröffnung und brachten ihre Unterstützung mit zahlreichen Blumen zum Ausdruck. Für einen schwungvollen Einstieg sorgte ein Dutzend Kinder aus dem Weißbachweg, die zur Freude der Anwesenden „Wenn Du fröhlich bist“ sangen.

„Wir wollen mit Energie in die Zukunft, aber wir wollen die Schwächeren unserer Gesellschaft auch nicht abhängen“, sagte Bürgermeisterin Carina Radon (CDU). Denn Markranstädt sei ja auch die Stadt, die verbindet, verwies sie auf das Leitbild. „Das Sozialamt in Borna ist doch recht weit weg und mit Bussen und Bahnen nur schwer zu erreichen“, begründete sie die Einrichtung der Kontaktstelle, die auch vom Stadtrat mitgetragen wird. Für Menschen jedes Alters soll „Durchblick“ eine feste Adresse sein: für Menschen, die sich im Behördendschungel nicht zurechtfinden, Süchtige oder Verschuldete, die professionelle Beratung oder Selbsthilfegruppen suchen oder junge Erwachsene, die beginnen, auf eigenen Füßen zu stehen und einen Ansprechpartner brauchen.

Mit Gerhild Landeck sei jemand Geeignetes gefunden worden, unterstrich Radon. Seit 1987 arbeitet Landeck in der Stadtverwaltung und war bei der Zusammenlegung von Sozialhilfe und Hartz-IV zur Arbeitsgemeinschaft abgeordnet worden, wo sie sich fünf Jahre lang bemühte, junge Menschen wieder in Arbeit zu bringen. „Ich bin glücklich, dass es mit dieser Beratungsstelle für alle Bürger, die sich in einer Notsituation befinden, die einfach Fragen zu einer Behördenangelegenheit haben oder auch ein professionelles Hilfsangebot für ihr spezielles Anliegen suchen, wieder einen ortsnahen Anlaufpunkt gibt“, sagte sie. Das Mehrgenerationenhaus im Weißbachweg bezeichnete sie als „optimal“, aber auch Hausbesuche seien geplant, so Landeck. Sie werde in den nächsten Tagen Kontakte knüpfen, kündigte die Mitarbeiterin an, auf deren Tisch sich die Visitenkarten häuften.

Viele der Anwesenden begrüßten die neue Koordinierungsstelle ausdrücklich: „Das vereinfacht“, meinte Andreas Lüer vom Verein Richtungswechsel, der sich um schwierige Jugendliche kümmert. „Denn die Menschen wissen gar nicht, wohin sie sich wenden können, und was es für Hilfen gibt“, sagte er. Angetan zeigte sich auch Evelin Schwennicke vom Seniorenheim „Im Park“ von dem Angebot: „Frau Landeck wird auch in unsere Einrichtung kommen und Angehörige zur Pflege beraten.“ Veronika Wenck stimmte in den Lobgesang ein: „Der Landkreis ist unheimlich groß. Da finde ich es ganz wichtig, dass man vor Ort jemanden hat, der vermitteln kann“,

Kendra Reinhardt

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