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Markranstädt Beschlüsse auch ohne Stadtchef
Region Markranstädt Beschlüsse auch ohne Stadtchef
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15:21 19.05.2015
Soll saniert werden: der heruntergekommene Gebäudekomplex an der Ecke der Eisenbahnstraße nahe dem Sportcenter. Die MBWV will dort Wohnungen schaffen. Quelle: André Kempner

Die Erste Beigeordnete Beate Lehmann widersprach ihm in der jüngsten Stadtratssitzung heftig, führte als Beweis etliche Entscheidungen auf.

Seit gut einem Jahr führe sie die Verwaltung in einer Art "Markranstädter Modell", erläuterte sie. Sie hoffe, dass die Situation recht bald beendet sei, die Wahl zu einem Abschluss komme. Dennoch habe man das Modell "recht erfolgreich praktiziert", meinte Lehmann, dankte den Stadträten, dem stellvertretenden Bürgermeister Volker Kirschner, ihren Kollegen im Rathaus - und listete vom geplanten Anbau an die Grundschule über den neuen Bebauungsplan "Zu den Windmühlen", die Arbeit an den Vernässungsflächen bis zu Gesprächen mit dem Zweckverband Kulkwitzer See eine Reihe von Themen auf, die die Stadt in dieser Zeit neu angegangen sei. Sie müsse daher Spiskes in einem Interview getätigte Aussage dementieren, dass in dem Jahr keine grundsätzlichen Entscheidungen mehr gefallen seien.

Der Angesprochene, gegen den Bürger seit einem Jahr eine Wahlanfechtung nunmehr in dritter Instanz führen, saß derweil im Kreis seiner Anhänger im Publikum und hörte regungslos zu - auch wohl ein Teil des Markranstädter Modells.

Ein wahres Feuerwerk an Beschlüssen fasste der Stadtrat zudem in der Sitzung:

- So wurden Frank Renker als Ortswehrleiter von Großlehna/Altranstädt und Jörg Eberlein als sein Stellvertreter bestätigt. Der frühere Wehrleiter Michael Zeuner hatte aus gesundheitlichen Gründen das Amt niedergelegt.

- Die Veränderungssperre über den Ortskern Göhrenz wird um ein Jahr verlängert. Grund: Der aufwändige Bebauungsplan kann voraussichtlich erst 2014 verabschiedet werden.

- Das Bahnhofsvorfeld wird schöner, der Gebäudekomplex Eisenbahnstraße 15 sowie 16/18 soll saniert werden. Die Stadträte votierten einstimmig, grundsätzlich dafür Fördermittel aus dem SOP-Programm für aktive Stadt- und Ortsteilzentren bereit zu stellen. Die Markranstädter Bau- und Wohnungsverwaltungsgesellschaft (MBWV) benötigt die Aussage für die Banken, will dort rund vier Millionen Euro investieren und Wohnungen schaffen. Heike Kunzemann (Linke) lobte den Beschluss als sinnvolle Investition, Gerhard Schmit (CDU) regte an, das Heimatmuseum aus seiner Kellerlage herauszuholen und im Gebäudekomplex Platz dafür zu schaffen.

- Markranstädt soll grundsätzlich dem Verein "Lokale AktionsGruppe Südraum Leipzig" beitreten, um zukünftig Fördergelder aus dem Programm für die Integrierte ländliche Entwicklung" (ILE) abfassen zu können.

- Am Westufer des Kulkwitzer Sees wird ein weiteres Baugrundstück verkauft. Neben Gerd Plato (SPD), der "Betuchtere stärker zur Kasse bitten" wollte, hielt auch Heike Kunzemann (Linke) den Preis für zu niedrig und wollte "mehr Profit für die Allgemeinheit" aus dem Verkauf erzielen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 09.11.2013
Jörg ter Vehn

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