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Markranstädt „Bessere Möglichkeiten, als wir sie je hatten“
Region Markranstädt „Bessere Möglichkeiten, als wir sie je hatten“
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22:00 15.09.2017
Die Ortsdurchfahrt Göhrenz ist im Beisein von Landrat Henry Graichen (Mitte) sowie Vertretern von Stadt, Ortschaft und den Baufirmen eröffnet worden. Quelle: Jörg ter Vehn
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Markranstädt

Geschafft: Nach knapp zwei Jahren Bauzeit mit kurzer Unterbrechung ist am Freitagnachmittag die nunmehr fertiggestellte Ortsdurchfahrt von Göhrenz gefeiert worden.

Stadt und Ortschaftsrat hatten zu dem kleinen Fest mit Bratwurst und Limo geladen, und etliche Anwohner samt Feuerwehr, Polizei, Fußballern und einigen Stadträten aus Markranstädt waren gekommen. Und zu feiern gab es etwas. Denn selten lief in letzter Zeit bei einer komplexen Baumaßnahme alles so schön rund wie in Göhrenz, meinten übereinstimmend alle Redner.

Die Erste Beigeordnete Beate Lehmann dankte dafür vor allem Ortschefin Ingrid Barche. Mit viel Engagement und unermüdlichem Einsatz habe sie 13 Jahre lang die Pläne für den Ausbau begleitet und am Ende auch umzusetzen geholfen.

Barche wiederum gab den Dank an die geduldigen Anwohner und vor allem die Baufirma Reif und ihre Beschäftigen weiter, mit denen im Gespräch immer eine Lösung zu finden gewesen sei. Es sei noch nicht alles fertig, zwei Buswartehäuschen sollten zusammen mit der Stadt noch aufgestellt werden, so Barche. „Aber wir haben jetzt bessere Möglichkeiten, als wir sie in Göhrenz je hatten.“

Gesorgt dafür hat als Bauherr der Landkreis Leipzig. Landrat Henry Graichen erzählte, er habe die Ortsdurchfahrt früher oft zur Tauchschule Florian genommen, habe jetzt gestaunt, als er sie wieder befahren habe. „Es ist fast eine kleine Allee entstanden“, sagte er und dankte allen Beteiligten bis hoch zum Landtag, von dem Mitglied Oliver Fritzsche (CDU) gekommen war.

Nach einem ersten Bauabschnitt von rund 180 Metern nahe der B 186 im Herbst 2015 war mit dem eigentlichen Bau im Februar 2016 begonnen worden. Über zwei Millionen Euro habe der Umbau dieses rund 1,6 Kilometer langen Stückes gekostet, beteiligt hätten sich auch Stadt und Freistaat, so Graichen. Der Kreis habe rund 550 Kilometer Kreisstraßen, knapp die Hälfte davon sei in einem Zustand, wie ihn früher auch die Kreisstraße in Göhrenz gehabt habe. „Daran kann man sehen, was alles auf uns zukommt“, sagte Graichen. Ohne die Hilfe von Bund und Land werde das nicht zu schultern sein.

Mehr als 2,2 Millionen Euro kostete das alles zusammen 2,62 Kilometer lange Stück Straße. 1,6 Millionen Euro kamen als Fördermittel vom Freistaat, der Landkreis übernahm 647 300 Euro. Markranstädt hat zusätzlich 800 000 Euro für Gehwege, die Straßenbeleuchtung, Landschaftspflege, Grunderwerb sowie Planungsleistungen im Etat eingeplant.

Von Jörg ter Vehn

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