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Markranstädt Brückenabriss für 2010 geplant – Neubau wahrscheinlich 2011
Region Markranstädt Brückenabriss für 2010 geplant – Neubau wahrscheinlich 2011
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13:26 27.11.2009
Kein Durchkommen: Wegen der maroden Brücke ist der kurze Draht ins sachsen-anhaltische Kötzschau bis auf Weiteres erschwert worden. Quelle: André Kempner
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Die Anwohner sind beunruhigt, haben sie doch den durchgestrichenen Namen Kötzschau auf dem Ortsausgangsschild und das Zeichen Sackgasse vor Augen. „Hals über Kopf wurde sie gesperrt“, berichtete Gerhard Schmit, Ortsvorsteher von Großlehna. Zehn Jahre lang sei sie auf 15 Tonnen gewichtsbeschränkt gewesen. Dann wurde sie schmaler gemacht, sodass nur noch bis zu 3,5 Tonnen schwere Autos passieren konnten. „Das Bauwerk wurde im Ergebnis der letzten turnusmäßigen Brückenhauptprüfung gesperrt“, erklärte Horst Hörig von der zuständigen Niederlassung Süd des Landesbetriebs Bau Sachsen-Anhalt. Die Substanz habe sich weiter verschlechtert, Tragfähigkeit und Standsicherheit seien nicht mehr sichergestellt, so Hörig. Für den Bahnbetrieb muss die Brücke abgebrochen und neugebaut werden. „Da für kurz- und mittelfristige Bauarbeiten im Bahnbereich nur stundenweise Sperrungen zu bekommen sind, kann der Abbruch voraussichtlich Mitte 2010 geschehen“, sagte Hörig und versicherte: „Die Planungen für den Neubau laufen.“ Der Termin müsste in das Programm der Bahn eingetaktet werden. „Momentan kann die Errichtung 2011 als wahrscheinlich angenommen werden“, so der Sachgebietsleiter. Die Auswirkungen für Großlehna und die Sachsen-Anhalter Pendler sind ärgerlich: Da Kötzschau selbst über wenig eigene Geschäfte verfügt, haben viele Bewohner und Pendler in Sachsen eingekauft. „Seit der Sperrung beklagen die Händler, dass Kunden wegbleiben“, erzählte Schmit. Viele Sachsen-Anhalter versuchten jetzt, auf die Wirtschaftswege auszuweichen, weiß nicht nur der Ortsvorsteher, sondern auch die Polizei. Die Beamten warten hinter der Landesgrenze und kassieren Bußgeld. „Dann kostet das Einkaufen bei uns noch 25 Euro ,Wegezoll’ “, beklagte Schmit. Seine Anregung, diese Wirtschaftswege als offizielle Umleitung freizugeben, fand bei den Behörden keine Akzeptanz. Darüber ist der Ortsvorsteher betrübt. „Die Straße ist für uns und die Kötzschauer von Bedeutung“, unterstrich er. Immerhin habe die Strecke in Sachsen den Status einer Staatsstraße, in Sachsen-Anhalt den einer Landesstraße erster Ordnung. Das Ausweichen etwa über Bad Dürrenberg und Nempitz oder über die Merseburger Straße und die B 181 sowie Nova Eventis verursacht wesentlich längere Wege und kostet mehr Zeit. „Die Information zwischen den Ländern funktioniert nicht gut“, resümierte Schmit, der gern früher verständigt worden wäre.

Kendra Reinhardt

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