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Bürgermeisterwahl in Markranstädt: Jens Spiske löst Carina Radon ab

Bürgermeisterwahl in Markranstädt: Jens Spiske löst Carina Radon ab

Markranstädt: Machtwechsel in Markranstädt: Die Stadt am See hat am Sonntag bei Neuwahlen Jens Spiske (Freie Wähler Markranstädt) zu ihrem neuen Bürgermeister gewählt.

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Im Wahllokal am Markt schreitet der Wahlvorstand zur Zählung, wie überall in der Stadt begleitet von kritischen Bürgern.

Quelle: André Kempner

Der 47-jährige Arzt siegte laut vorläufigem Ergebnis mit 51,6 Prozent der Stimmen knapp gegen Amtsinhaberin Carina Radon (CDU), die auf 48,4 Prozent kam.

Wohl selten zuvor war ein Wahlergebnis in Markranstädt so herbeigefiebert worden. Siegt Radon oder Spiske? Der harte Wahlkampf hatte die Stadt in zwei Lager gespalten: Die Radon-Anhänger und die Allianz von SPD, Linken und die Freien Wähler Markranstädt um Jens Spiske, die als ihr wichtigstes Ziel angab, die Bürgermeisterin zu stürzen. So saßen schon kurz nach Schließung der Wahllokale um 18 Uhr die ersten Markranstädter im Bürgerrathaus, wo Mitarbeiter Uwe Klesse die Ergebnisse an die Wand warf, und kommentierten die ersten eintreffenden Zahlen jeder auf seine Weise.

Dabei bahnte sich das Ergebnis schon früh an. Radon unterlag selbst in den CDU-Hochburgen Räpitz (45,3), Albersdorf (44,1) und Frankenheim (48,3) jeweils gegen ihren Herausforderer, der zudem noch in typischen stimmstarken Stadtwahlbezirken wie im Sportcenter 010 (60,5) und in dem zweiten Wahlbezirk 015 dort (62,8) die Wähler auf seiner Seite hatte. Zwar holte Radon noch mit deutlichem Vorsprung vor Spiske die Mehrheit in ihrem Wohnort Großlehna, aber insgesamt war der Vorsprung des Herausforderers zu hoch. Er siegte mit 4084 zu 3829 Stimmen.

„Sehr schade, es war mit 255 Stimmen Unterschied wirklich knapp“, kommentierte Amtsinhaberin Radon den Ausgang. Sie habe immer Bürgermeisterin für Markranstädt sein wollen, nicht an einer Hintertür für sich gebastelt. Bis Ende Oktober werde sie offiziell noch im Amt bleiben. „Und dann mal sehen“, sagte sie.

Insgesamt war die Wahlbeteiligung mit 62,2 Prozent etwas stärker als noch vor zwei Wochen zur Erstwahl (61,8). Die Zahl der Briefwähler lag mit 1161 ebenfalls etwas höher als noch vor 14 Tagen. Rund 90 Wahlhelfer waren in den insgesamt 14 Wahlbezirken (mit Briefwahl) eingeteilt, sorgten laut Ursula Wagner vom Gemeindewahlausschuss für einen reibungslosen Ablauf – lediglich aus Großlehna wurden böse Worte im Wahllokal gemeldet.

Heute will der Ausschuss ab 10 Uhr öffentlich tagen, um das vorläufige Endergebnis zu beschließen, das dann noch vom Landratsamt geprüft wird.

Drei Fragen an... Jens Spiske

Herzlichen Glückwunsch zur Wahl. Wie geht‘s jetzt weiter?

Erst mal müssen wir sehen, ob die Wahl nicht angefochten wird. Insgesamt kann die Übergabe der Dienstgeschäfte schon ein paar Wochen dauern.

Was werden Sie morgen als erstes unternehmen?

Ich will mich dafür einsetzen, möglichst rasch in die laufenden Arbeitsschritte eingewiesen und eingebunden zu werden. An der nächsten Stadtratssitzung am Donnerstag werde ich als Bürger teilnehmen. Da soll meines Wissens über den Austritt aus dem Zweckverband Kulkwitzer See schon entschieden werden, wovon ich ein erklärter Gegner bin. Das ist eine Entscheidung von großer Tragweite, wo wir sehen müssen, was zu machen ist.

Sie stehen als Bürgermeister gegen einen Stadtrat mit absoluter CDU-Mehrheit. Was wollen Sie unternehmen?

Ich werde das Gespräch mit den Fraktionen suchen und versuchen, alle Kräfte für die Zukunft der Stadt einzubinden. Ich möchte wieder Ruhe reinbringen in unsere Stadt, damit das bisherige Gegeneinander aufhört.

Jörg ter Vehn

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