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Markranstädt Bullenreiten, Hundeshow und Rock ’n’ Roller mit Kinderschminke
Region Markranstädt Bullenreiten, Hundeshow und Rock ’n’ Roller mit Kinderschminke
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08:00 04.10.2016
Yippie: Trotz des schauerhaften Wetters versuchten beim Straßenfest etliche, den mechanischen Bullen zu reiten. Max Logan-Liebold (8) macht hier eine gute Figur. Quelle: Foto: André Kempner
Markranstädt

Das Wetter war am Montag nicht auf Seiten der Markranstädter Unternehmer. Das Publikum aber schon: Zur dritten Auflage des Straßenfestes kamen trotz schauerhaften Wetters hunderte Besucher zu den Ständen der mehr als 80 Sponsoren und Händler entlang der Leipziger Straße.

Leon (10), Lucas (11) und Florian (9) durften sich bei Michael Polz im historischen Feuerwehrmuseum wie richtige Feuerwehrleute fühlen und mal die alten Helme und Spritzen tragen. Ein paar Meter weiter war Max (8) einer von vielen, die beim Bullenreiten möglichst lange oben bleiben wollten. Andere zog es an den Stand der Stadt, um die Parkstraße zumindest für einen Tag zu erobern und farblich mit Sprühkreide umzugestalten. Oder sie schauten nebenan bei der Hundeshow zu. Oder bei den Skatern. Oder ließen sich schminken. Oder fuhren mit der MCC-Lok.

Keine Frage, wer suchte, fand für sich und seine Kleinen eine spaßige Beschäftigung beim Straßenfest. Dank vieler Sponsoren seien die meisten Attraktionen für Kinder wie Eisenbahnfahren, Karussells oder die Kinderfahrschule auch kostenfrei, hatte Unternehmervereins-Chef Leander Reichelt zur Eröffnung erklärt. Die hatten er und Bürgermeister Jens Spiske gleich mal eine halbe Stunde nach hinten verlegt – um Punkt 10 Uhr gab es nämlich noch so gut wie keine Gäste vor der kleinen Bühne in der Eisenbahnstraße. Selbst nachdem dort ab 10.30 Uhr das Titanic-Orchester mit „Wir machen Musik“ seinen Zwanzigerjahre-Sound aufspielte, fanden sich erst nach und nach ein paar Zuhörer ein.

Erst gegen Mittag füllte sich die Leipziger Straße. Da hatte Holzkünstler Raik Zenger mit Kettensäge und Schleifmaschine seine Eule mit Brille, Büchern und Stiften schon weitgehend fertiggestellt. „Optiker Winkler, Leselilo und Radschefummel haben mich mit der Figur beauftragt“, erzählte der Bad Dübener. Die kluge Eule solle in einem Kindergarten aufgestellt werden.

Am Büro für Stadtgeschichte sammelte der Heimatverein Meinungen zur Zukunft des Stadtparks, von dem ein nicht unbedeutender Teil durch den Bau der Kita verschwinde, wie es hieß. Passanten warfen neugierige Blicke in die historischen Postkarten, aber auch nach nebenan, wo am Tattoo-Studio lauter dunkle, lederbekleidete Typen herumstanden und redeten. „Wir wollen den Vorurteilen gegenüber Kuttenträgern entgegentreten“, schmunzelte „Teddy“, Präsident der „Dead Teds LE“, einem Rock ’n’ Roll-Club. Ergotherapeuten, Erzieher, Verkäufer, Kfz-Mechaniker – bei ihnen gebe es alle möglichen Berufe. Und auch Frauen seien Mitglieder. Er selbst sei Friseur, sagte „Teddy“. Und einer ihrer Mitglieder sei eben Tätowierer in dem Studio, weshalb sie dort mithalfen – und Kinder schminkten. DJ Gerald Ludwig grüßte mit der Glut-Discothek gern mit ein paar Rock ’n’ Roll-Liedern rüber.

Von Jörg ter Vehn

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