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Markranstädt Burgfräuleins lernen Töpfern auf Schloss Altranstädt
Region Markranstädt Burgfräuleins lernen Töpfern auf Schloss Altranstädt
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13:50 19.05.2015
Töpfern auch für Ritter und Burgfräuleins: Wer wollte, konnte sich gestern zum Abschlussfest der Projektwoche verkleiden. Quelle: Jörg ter Vehn

Moritz sitzt dazwischen und sagt, dass ihm das Töpfern bislang am besten gefällt, dabei gibt es noch Schießen mit Pfeil und Bogen, alte Holzspiele, die Geschichten-Erzählerin, den Zinnfiguren-Maler oder das Stroh-Basteln im Schlosspark. Kein Wunder, dass Samira mit schon ganz schön großen Worten urteilt: "Die Leute hier haben sich aber auch richtig Mühe gegeben."

Die Projektwoche der Grundschule Großlehna im Schloss Altranstädt ging gestern mit einem kleinen Fest und einem zünftigen Hähnchen-Essen zu Ende. "Aber ohne die Knochen über die Schultern zu schmeißen wie früher", feixte Schulleiterin Ute Jakob.

Dabei hatte sich die 82 Kinder aller Klassenstufen der Schule seit Dienstag mit der Geschichte und den Geschichten rund um das berühmte Schloss Altranstädt beschäftigt. Zum Auftakt gab es zum Kennenlernen ein Art Schloss-Rallye mit acht Stationen. Diese führte von den Wappen überm Schlosseingang über das Kreuzgewölbe, den Obelisken im Hof und das berühmte Friedenszimmer bis zum Turmzimmer. "An jeder Station stand jemand vom Förderverein des Schlosses und erklärte bereitwillig die Geschichte", berichtete Jakob.

Zum Abschluss galt es in einem altersabgestuften Test 14 Fragen zu beantworten, etwa die nach dem damaligen Gegner des schwedischen Königs Karl XII. Der residierte 1706/1707 im Schloss in Altranstädt, machte den kleinen Ort für zwei Jahre zu einem wichtigen Zentrum der nordeuropäischen Politik, der im Altranstädter Frieden gipfelte - einem noch heute etwa in Polen wirksamen Dokument.

Alle Kinder erhielten eine Projektmappe vom Verein mit Wissenswertem zum Schloss. Schule und Schlossverein kündigten zudem eine künftig engere Zusammenarbeit an. Vorstellbar seien zum Beispiel regelmäßige Projekttage oder Aktionen zum Tag des Denkmals etwa für Familien mit Kindern, sagte Jakob.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 13.06.2014
Jörg ter Vehn

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