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Markranstädt CDU verliert absolute Mehrheit im Stadtrat
Region Markranstädt CDU verliert absolute Mehrheit im Stadtrat
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13:56 19.05.2015

Damit hat der scharf geführte Bürgermeisterwahlkampf von 2012 auch seinen Widerhall im Stadtparlament gefunden und auch dort die Verhältnisse verändert.

Aber wohl nicht so stark, wie die Mehrheit für den Bürgermeister der Freien Wähler, Jens Spiske, gegen Amtsinhaberin Carina Radon (CDU) vermuten ließ. Denn mit 44,5 Prozent der abgegebenen Stimmen bleiben die Christdemokraten klar stärkste Kraft, verlieren gegenüber 2009 auch nur einen Sitz. Mit elf von insgesamt 22 Sitzen dürfte auch kaum Politik an ihnen vorbei gemacht werden können.

Verlierer der Wahl dürften vor allem die Sozialdemokraten sein. Von 22,2 Prozent bei der Wahl 2009 stürzen sie ab auf 12,8 Prozent, verlieren damit zwei ihrer früher fünf Sitze. Ganz raus ist gar die FDP, die von 5,9 Prozent zur Wahl 2009 auf 2,4 Prozent fiel - und damit keinen Platz im Stadtrat mehr ergattern konnte.

Die Linke hat zwar ebenfalls etwas Federn gelassen, konnte mit 14,3 Prozent und einem Minus von 1,9 Prozent gegenüber 2009 aber ihre drei Sitze halten. Kleine Überraschung: Hans-Jürgen Berg, der auch das Markranstädter Bürgerblatt herausgibt, ist mangels Stimmen nicht mehr Stadtrat. Er wäre allerdings der erste Nachrücker, falls ein Stadtrat der Linken sein Mandat niederlegt.

Die Bürger für Markranstädt (BfM), wie die Freien Wähler neu angetreten zur Stadtratswahl, erringen ebenso aus dem Stand 6,8 Prozent und entsenden Ingrid Barche in das Parlament. Sie hatte bislang ihre Heimat in der SPD, für die sie nach Querelen im Nachgang der Bürgermeisterwahl jedoch nicht mehr antrat.

Die Freien Wähler Markranstädt schließlich sind der Shooting Star der Wahl. Von Null auf 19,2 Prozent ging es bei ihnen - ein Zeichen, dass die Markranstädter den von Spiske versprochenen Politikwechsel auch im Stadtrat sehen wollen. Wie das gehen soll, ist bei vier von 22 Sitzen aber noch unklar. Ein gewichtiges Wort dürften sie aber mitzureden haben.

Die Wahlbeteiligung lag mit 47,5 Prozent genau 4,2 Prozent höher als 2009.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 26.05.2014
Jörg ter Vehn

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