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Markranstädt Caritas übernimmt Schulsozialarbeit
Region Markranstädt Caritas übernimmt Schulsozialarbeit
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15:06 19.05.2015
Kristin Rappich (links) und Carolin Hendrich sind erst seit August als Schulsozialarbeiterinnen in Markranstädt tätig. Sie hoffen, bleiben zu können. Quelle: André Kempner

Erst im August haben die beiden Schulsozialarbeiterinnen Carolin Hendrich und Kristin Rappich ihre Arbeit an Oberschule und Gymnasium aufgenommen. Doch nur vier Monate später ist unklar, ob sie beide bleiben können. Denn beschäftigt sind beide derzeit noch beim bisherigen Träger Anerkannte Schulgesellschaft Sachsen (ASG). Dem aber wurde fristgerecht zum 31. Dezember dieses Jahres von der Stadt gekündigt. Zeitgleich hatte die Stadtverwaltung die Trägerschaft neu ausgeschrieben.

"Wichtig war uns, einen Träger zu finden, der mehr Erfahrungen bei der Schulsozialarbeit hat", erklärt Heike Helbig von der Verwaltung. Die ASG habe dieses Gebiet lediglich mit den zwei Mitarbeiterinnen am Markranstädter Schulzentrum abgedeckt. Deshalb habe das besondere Augenmerk bei der Beurteilung der Bewerbungen von potenziellen Trägern darauf gelegen, welche Rolle die Schulsozialarbeit bei ihnen einnimmt.

Beworben hatten sich neben der Caritas die Diakonie Leipzig Land, die Kindervereinigung Leipzig, das DRK Leipzig-Land, der Internationale Bund und auch wieder die ASG. "Wir haben alle eingehenden Unterlagen danach beurteilt, welche Angebote abgedeckt werden, wie die Arbeits- und Präsenzzeit der Schulsozialarbeit aussehen und welches Netzwerk auf dem Gebiet der Kinder- und Jugendarbeit besteht", sagt Helbig. Natürlich sei auch die Kostenaufstellung von der Stadtverwaltung mit bewertet worden. Danach durften noch die Oberschule, das Gymnasium und die allgemeine Beratungsstelle Durchblick ihr Votum abgeben. Unabhängig voneinander hatten sich alle drei für die Caritas als Träger ausgesprochen.

Für Marko Daubitz von der Markranstädter FDP ist die "Caritas eine gute Wahl", wie er bei der Stadtratssitzung betonte. Er sprach sich zuerst dafür aus, die beiden seit August beschäftigten jungen Frauen vom neuen Träger übernehmen zu lassen, sofern das möglich sei. "Wir brauchen am Schulzentrum einfach ein festes Team, beide sind gut aufgenommen worden und beliebt, außerdem sind sie gut eingearbeitet", ergänzte er. Auch die erste Beigeordnete Beate Lehmann sprach sich dafür aus, sich beim Träger dafür einsetzen zu wollen, beide Frauen für Oberschule und Gymnasium zu behalten. Heike Kunzemann, Fraktionsvorsitzende der Linken, "wäre erfreut", wenn das klappen könnte, auch Michael Unverricht von der CDU-Fraktion sähe beide Schulsozialarbeiterinnen gern weiterhin in Markranstädt.

Wie die Caritas auf Anfrage erklärte, werde gerade geprüft, ob die Übernahme einer oder beider Frauen machbar sei, doch eine endgültige Entscheidung stünde noch aus. Rappich und Hendrich hoffen, dass die Entscheidung zu ihren Gunsten ausfällt, sie möchten beide gerne bleiben. "Wir sind ein gutes Team und ergänzen uns gegenseitig", sagt Hendrich. Beide seien herzlich aufgenommen worden.

Die Stadt Markranstädt übernimmt von den Kosten in Höhe von mehr als 81 000 Euro gut die Hälfte jedes Jahr. Die andere Hälfte kommt vom Landkreis Leipzig. Winfried Busch, SPD-Fraktionsvorsitzender, mahnte die Stadträte bei der Sitzung, verstärkt Einfluss auf die Kreisräte zu nehmen, denn bisher würden die Mittel vom Landkreis immer nur jährlich verlängert werden. Und das sei keine Dauerlösung. Langfristige Sicherheit für die Schulsozialarbeit gebe es nur, wenn der Landkreis die zunehmende Wichtigkeit dieser Stellen erkenne.

In einer Stellungnahme dankt die ASG der Stadt und den beiden Schulen für die Zusammenarbeit. Der Caritas wünscht sie viel Erfolg.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 12.12.2013
Julia Tonne

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