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Markranstädt Carsharing in Markranstädt in Sicht
Region Markranstädt Carsharing in Markranstädt in Sicht
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16:56 19.05.2015
Seit dem Frühjahr haben der Verein "Verkehrswende in Kleinen Städten" und "teilAuto" in der Raschwitzer Straße einen zweiten Standort in Markkleeberg. Quelle: André Kempner

Beispiel ist dabei Markkleeberg, wo das Modell nach anfänglichen Schwierigkeiten inzwischen gut läuft.

Carsharing wäre um ein Haar auch schon in Markranstädt möglich. Mit der Firma "teilAuto" aus Leipzig seien die Verträge bereits unterschriftsreif ausgearbeitet gewesen, auch ein Standort für die Fahrzeuge nahe dem Bahnhof gefunden worden, teilte Stadtsprecherin Heike Helbig auf Anfrage mit. Am Ende habe die Firma jedoch kurzfristig eine Rückzieher gemacht, sagte die Unterzeichnung ab.

Der Verein "Verkehrswende in Kleinen Städten" habe die Initiative im Grunde wieder aufgegriffen, so Geschäftsführer Torsten Bähr. Aber er weiß: "Einfach nur einen Wagen irgendwo hinzustellen, ist eine Totgeburt." Um ein solches Konzept auch wirtschaftlich umzusetzen, brauche es Leute vor Ort, die mitmachen. Dabei gehe es nicht darum, den Wagen regelmäßig zu putzen. "Das machen die Nutzer", stellt Bähr klar. Die würden das Auto auch wieder auftanken. "Und die Reparaturen laufen über die Firma teilAuto", sagt er.

Die Freiwilligen sollten aber vor Ort die Werbetrommel rühren, auch nach dem Rechten sehen bei dem Platz und dem Wagen. "Alle zwei bis drei Wochen mal den Luftdruck der Reifen prüfen, die Beleuchtung kontrollieren und Ähnliches", erklärt Bähr. "Wenn das Leute aus dem Ort machen, ist das keine unpersönliche Dienstleistung, sondern eine lebendige Sache", weiß er. Als Vorbild schwebt ihm die Stadt Freiberg vor, wo fünf Leute das dortige Carsharing organisieren.

Aber auch Markkleeberg ist für ihn ein gutes Beispiel. Nach anfänglichen Schwierigkeiten engagiere sich der Verein dort seit dem Herbst vergangenen Jahres. Inzwischen sei nach der Rathausgalerie nun in der Raschwitzer Straße ein Standort für einen zweiten Wagen gefunden worden, "und auch die Nutzerzahlen steigen langsam", so Bähr. Inzwischen hätten sich 40 Markkleeberger eingetragen. Ziel sei es, auch die Stadtverwaltung als Unterstützer und Gelegenheitsnutzer zu bekommen. Für die Grundauslastung der Wagen gerade an den Werktagen sei das gut, "auch die Vorbildfunktion wäre wichtig", so Bähr.

In Markranstädt wolle der Verein nun bis zum Sommer schauen, ob ein Aufruf im Amtsblatt zum Mitmachen Resonanz zeigt, untersuchen wo die Zielgebiete der möglichen Kunden sind und wo gegebenenfalls ein Wagen stationiert werden könnte. Schließlich gebe es nicht nur in der Nähe zu Leipzig Ähnlichkeiten zwischen Markkleeberg und Markranstädt.

Die Hilfe der Stadt ist Bähr sicher. "Das Carsharing passt genau in unser Stadtentwicklungskonzept", sagt Helbig. Die Stadt werde die Initiative unterstützen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 28.05.2013

Jörg ter Vehn

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